Montag, 26. August 2013

Das Jahr beginnt .. in Nakuru!



Jambo! :)
Nun bin ich schon einen Tag bei meiner Gastfamilie!
Am Freitag, den 23. August, sollten die Gastfamilien im State House Girl High School ankommen, da es für sie auch ein Seminar gab. Ich hatte gedacht, dass bestimmt mein Gastvater kommt, da er sowieso in Nairobi arbeitet & nur am Wochenende zu Hause ist. Naja, falsch gedacht :D Wir waren alle schon total aufgeregt und konnten beim Frühstück gar nichts essen..  da kamen dann auch schon die ersten Familienmitglieder und haben ihre neuen ‚Kinder‘ begrüßt. Wir hatten dann zum letzten Mal Kisuaheli Unterricht, was nicht sehr viel Sinn gemacht hat, da wir alle nur über die bereits anwesenden Gastfamilien gesprochen hatten..
Kurz vor dem Mittagessen hat mich dann eine Frau begrüßt, bei der ich dachte, dass sie meine Gastmutter Emily ist .. – falsch gedacht :D Es war Jane von meinem Projekt Cherish Foundation. Sie hat mich gleich herzlich umarmt und dann haben wir uns beim Mittagessen ein wenig unterhalten. Es stellte sich heraus, dass meine Gastmutter nicht kommen konnte.. deshalb ist sie dafür gekommen.
Wir Freiwilligen haben dann das Abendessen mitvorbereitet, es gab dann aus jedem Land eine Spezialität. Wir Deutschen haben zum Beispiel Kartoffelsalat, Fleischbällchen und Pudding gemacht. Es gab aber auch noch andere leckere Sachen, wie zum Beispiel Hamburger aus den USA! :D Wir haben Abends dann alle richtig schön reingehauen, mit dem Gedanken, dass es demnächst ein ganzes Jahr nur noch Ugali geben wird! .. :P
Die Vertreter der Gastfamilien oder Projekte haben dann die Nacht auch in Nairobi verbracht, um dann mit uns gemeinsam am nächsten Morgen nach ‚Hause‘ zu fahren!
Ich bin um 6 Uhr aufgestanden, damit ich um 7 Uhr fertig bin. Mal wieder hab ich gewartet, bis ein Auto mich mitnimmt bis zu dem Ort, wo die Gastfamilien/Projekte geschlafen haben. Um 8 Uhr sollte ich da sein, war dann aber um 9 Uhr dort… obwohl es nur 5 Minuten entfernt war  ;) Zu Fuß wäre ich schneller gewesen, sogar mit dickem Koffer und Rucksack! :P
Jane & Ich wurde dann zu einer ‚Bushaltestelle‘ gebracht, wo wir dann ein Ticket gekauft haben für die Nummer 10 nach Nakuru. Als wir dort standen, war noch nicht mal Nummer 1 da. Naja, nach drei Stunden und einer Tasse Chai später, ging es dann auch endlich los nach Nakuru. Die Nummer 10 war es dann doch nicht, die wurde uns vor der Nase weggeschnappt. :P Haben dann irgendein anderes Matatu genommen, wo der Preis viel billiger gewesen wäre.. Blöd gelaufen!
Die Fahrt nach Nakuru war echt schön. Wir haben ungefähr drei Stunden gebraucht, man kann es auch in 2 schaffen oder in 4 Stunden :P .. auf dem Weg dorthin war eine echt wunderschöne Landschaft. Ich habe viele Zebras gesehen und Büffelherden und und und .. trotz der schönen Aussicht bin ich auch kurz mal eingenickt. Somit verging die Zeit auch total schnell .. Kurz vor Nakuru, habe ich dann auch schon den Lake Nakuru gesehen, als wir gerade einen Berg runtergefahren sind. War echt cool. Bin schon gespannt, wann ich das erste Mal dort sein werde..
Jane hat zwischen durch immer mit meiner Gastmutter telefoniert, die irgendwie immer noch keine Zeit hatte mich abzuholen. Sie hatte irgendwie Unterricht bis um 5 Uhr und ihre Lehrerin ließ sie nicht gehen ..
Wir sind in Nairobi um 12 losgefahren und kamen ungefähr um 15 Uhr an. Ich bin dann also erst mal mit meinem Gepäck zu Jane nach Hause. Wir sind in so einem Tutut? Oder tutu? .. auf jeden Fall war es ein Motorrad mit drei Rädern gefahren, ganz schön wackelige Angelegenheit. Bei Jane zu Hause hat mich ihr kleiner Sohn begrüßt und ihr Son in law :D oder Brother? Ich hab das nicht ganz verstanden. Er sah noch so jung aus, aber Jane sieht glaube ich älter aus, als sie wirklich ist, da ihr Sohn so klein ist. Vielleicht ist der aber auch älter. Keine Ahnung!  ;)
Dort habe ich dann mal wieder einen Chai bekommen und etwas zu Essen. Wir haben dann zusammen kenianische Musik gehört und danach eine DVD von kenianischen Comedians, die sich immer über die aus Nigeria lustig gemacht haben ..
Jane ist echt total nett, sie meinte sofort, dass ich nun zwei neue Mamas habe, sie und Emily, meine Gastmutter. Jane hat mir dann erst mal wertvolle Tipps geben, in Sachen Heirat usw. :D Ich soll mich ja vor den kenianischen Männern in Acht nehmen. :D Ebenso soll ich nicht mit zu viel Geld rumlaufen, aber das waren alles Dinge, die ich vorher auch schon wusste und eigentlich selbstverständlich sind.
Irgendwann um 19 Uhr oder früher/später.. ich weiß es gar nicht mehr genau. Hier in Kenia hab ich das Zeitgefühl völlig verloren. Eine Uhr braucht hier keiner :D
Naja als Emily dann kam, wusste ich erst gar nicht ob sie nun meine Gastmutter ist oder nicht, sie kam einfach rein und hat mich begrüßt, hätte ja auch sonst wer sein können. Naja, sie war es dann doch :D Bei einem Chai haben sie und Jane Geschichten über meine Vorgängerinnen erzählt & mir gesagt, worauf ich achten soll .. Der Tag war echt anstrengend und all‘ die neuen Eindrücke und der Fakt, dass ich nun hier in Nakuru für ein Jahr leben werde haben mich unglaublich müde gemacht. Ich wollte einfach nur ins Bett und alleine sein. Naja, Emily ist dann mit mir in die Stadt gefahren, um dort ihre Schwester zu besuchen, die etwas an den Beinen hatte, die haben wir dann danach auch noch nach Hause gebracht. Ich wusste immer nicht genau, was genau passiert und dachte schon, als wir bei ihrem Haus waren, dass dies nun mein zukünftiges Zuhause sein wird. Naja, war‘s dann doch nicht, da wir dann wieder gefahren sind.
DANN sind wir aber endlich bei meinem neuen ‚Zuhause‘ angekommen. Dort haben uns die Nachbarskinder das Tor geöffnet, damit wir mit dem Auto reinfahren können. Ich hab schon überlegt, wer von denen Kim, meiner neuer kleiner Bruder ist .. naja, war dann keiner von denen! :D In der Wohnung angekommen, hab ich erst mal meinen Gastvater Eric begrüßt, danach Kim.. ich hab mich dann erst mal geduscht und danach habe ich etwas gegessen. Es hat sich dann heraus gestellt, dass ich mir das Zimmer mit Eric und dem Hausmädchen Caro teilen werde. In dem Zimmer stehen drei große Betten, mein Koffer passt gerade so rein .. das wars dann wohl mit der Privatsphäre. Naja, es gibt ja noch eine Toilette, die kann man aber nicht abschließen. Mist! Sie ist aber total sauber und man kann sich auf die Kloschüssel setzen. Da hab ich mich gefreut, ebenso war die Dusche warm.  ;)
Naja, überfordert wie ich war bin ich dann ins Bett und habe bis um halb neun geschlafen. Die anderen waren schon so um sieben Uhr wach oder so. Gefrühstückt haben wir dann um halb zehn ..
Heute ist Sonntag und das Hausmädchen ist nicht da & der Vater ist auch irgendwie verschwunden. Vielleicht ist er schon wieder auf dem Weg nach Nairobi, da morgen bestimmt wieder die Arbeit anfängt. Ich werden erst am 2. September anfangen zu arbeiten.. momentan ist die Schule noch zu. Naja, das heißt, dass ich nun eine Woche erst mal hier in Nakuru rumgammeln werde.. Mal sehen wie das wird, wenn Kim in der Schule ist und Emily eventuell auch arbeiten geht oder wieder Unterricht hat. Dann bin ich wohl alleine ..      
Ich werde höchstwahrscheinlich die Kinder der Class 1 unterrichten. Ich hoffe nur Englisch .. eigentlich wollte ich ja gar nicht unterrichten, aber was soll man machen. Ich hoffe, dass ich auch zu einigen Hausbesuchen mitkann.. Ich bin schon mal froh, dass Jane so nett ist und ich somit auch keine Bedenken habe, mich bei Problemen bei ihr zu melden.
Heute habe ich dann auch meine Gastgeschenke überreicht, mein Gastbruder hat sich sehr über die Süßigkeiten gefreut, ich glaube der nascht gerne mal, auch wenn die Mama das nicht so will..
Über das Uno Spiel hat er sich auch gefreut, haben es heute schon tausende Male durchgespielt. Er hat mir auch schon ein bisschen Kisuaheli beigebracht und mir ein Buch gezeigt, womit ich gut lernen kann … war eigentlich ganz cool. ;) Aber man merkt, dass ich eine von Vielen bin. Ich weiß gar nicht wie viele Freiwillige hier schon gelebt haben. Aber für die Familie ist das ganz normal. Ich bin noch total unsicher, aber ab jetzt bin ich ein Familienmitglied. Gestern hat mich Emily gefragt, wie lange ich in Kenia bleiben werde. Da war ich geschockt. Ich hab ihr dann gesagt für ein Jahr. Ob sie weiß, dass ich so lange hier wohnen werde? :D .. ohjee. Alles ein bisschen kompliziert!
Der Fernseher läuft hier auch den ganzen Tag, beim Essen, beim Uno spielen, immer.. ich habe heute bestimmt schon drei Filme gesehen. :D Sonst gibt’s nichts zu tun..
Ich bin gespannt, wie die Woche wird.. Hoffentlich kann ich bald mal raus in die Stadt. Ich langweile mich jetzt schon. Ich kann es kaum abwarten, bis ich ins Projekt kann .. & ich möchte so bald wie möglich wieder nach Nairobi um mich dort mit den anderen treffen zu können. Jetzt wird es langsam schwer den Kontakt zu halten.. da Internet nicht überall funktioniert. Ich muss raus in den Hof, um ins Internet zu können. Mal sehen, ob das klappt und wann ich diesen Blog Post hochladen kann. Hier im Haus funktioniert auf jeden Fall schon mal nichts. Vielleicht kann ich im Projekt besser ins Internet. Muss ich mal sehen, wie ich das organisiere. :D Organisation ist hier ja ein bisschen anders.. :P
Das nächste Mal melde ich mich, wenn ich im Projekt war! Also bis Baaald =)
Allerliebste Grüße aus Nakuru!
Eure Fariha!   

Donnerstag, 22. August 2013

Arrival Camps in Nairobi



Hallo ihr Lieben! :) 
Nun bin ich schon fast zwei Wochen hier in Kenia.. & ich habe es immer noch nicht ganz realisiert, dass ich nun ein Jahr hier leben werde! Seit meinem letzten Eintrag haben wir vieles erlebt. Die Tage hier in Nairobi waren echt schön & ich bin froh, dass wir Freiwilligen die ersten zwei Wochen gemeinsam verbracht haben. Somit war man nie alleine und konnte die ganzen Eindrücke zusammen verarbeiten.. Am Samstag werden wir dann alle in verschiedene Richtungen aufbrechen..

Finn, Sarah, Marina, Steffi, Lara & ich :)


Am Freitag waren wir bei den ‚Bomas of Kenya‘. Uns wurde erzählt, dass wir in nahegelegene Dörfer fahren und uns dort die traditionellen Tänze angucken werden.  Alle dachten, dass wir uns wirklich in ein Dorf fahren .. falsch gedacht! :D Es war dann doch eine touristische Attraktion. Anfangs waren wir dann etwas enttäuscht, aber es war dann doch ganz schön ;) Wir haben uns dort dann eine Vorführung angesehen, wo verschiedene Tänze dargestellt wurden und danach sind wir dann  weiter und haben uns die ‚Dörfer‘ angeguckt. Es war eine Nachstellung von verschiedenen Volksgruppen Kenias! Am liebsten hätten wir das natürlich alles gerne richtig erlebt und entdeckt, aber wir haben ja noch ein Jahr Zeit .. :P

Marina, Finn, Steffi, Sarah und vorne Anderson :)
 
Am Samstag sind wir dann zu einem nahegelegenen Park gelaufen, dort durfte man nur gegen Geld Filmen und Fotos machen. Es war aber echt schön dort.. obwohl es in Nairobi war, kann man da echt schön spazieren gehen und entspannen. J Wir haben uns dann nach einem langen Fußmarsch eine Ecke gesucht, wo wir dann unsere Mandazis gegessen haben. Seeehr lecker! J typische ICYE Spiele wurden danach auch noch gespielt! Abends ging es dann in die Nairobi Nightlife.. man kann nur sagen, dass es ist ganz anders ist, als in Deutschland..  Man muss es selbst erleben! :D 

Das Highlight war dann am Sonntag, der Trip zu den Ngong Hills. Wunderschön war es dort! Wir sind ein paar Stunden mit dem Bus dorthin gefahren. Alle waren noch ziemlich kaputt von dem Tag davor, trotzdem hat es Spaß gemacht..
Wir sind dort angekommen und haben erstmal etwas gegessen. Wie immer :D ich habe eh das Gefühl, dass wir hier nur am Essen sind! Naja, als dann irgendwem aufgefallen ist, dass wir gar kein Wasser mit haben , mussten wir erstmal auf unser Wasser warten, welches noch extra gebracht werden musste.. :D An dem Tag war es auch richtig heiß. .. Mal wieder mussten wir warten. Daran hat man sich aber schon längst dran gewöhnt & mit den anderen wird es auch nie langweilig! 
Den Weg mussten wir hoch, bis zu dem Baum nach ganz oben. :)
Ein Guide hat uns dann über Stock und Stein gejagt! :D In Deutschland hätten wir dafür erstmal eine Ausrüstung gebraucht und einen Vertrag unterschreiben müssen  :D – nicht so in Kenia! Es hat aber richtig viel Spaß gemacht & die Aussicht war absolut toll. Dort habe ich endlich mal viele Fotos machen können! Wir sind teilweise richtige steile Steinwände hochgeklettert. Das war ganz schön gefährlich. Einmal wollte ich mich an einem Stein festhalten, da ist er rausgefallen. Zum  Glück war das keine Höhe & ich konnte mich noch wo anders festhalten. Ich fand es aber richtig cool :)  
Nur zu empfehlen, dort mal die Wege zu erkunden! Wir mussten uns nur etwas beeilen, da der Guide Angst hatte, dass es bald zu regnen beginnt. Waren dann aber pünktlich zurück und haben dann noch dort etwas gegessen. Irgendwie(!) :D hat man dann vergesse dem Busfahrer Bescheid zu geben, dass wir wieder da sind und so langsam nach Hause wollen. Aber hey! :D Wir mussten dann nur ein paar Stunden auf unseren Bus warten. Es war schon dunkel und wir kamen alle kaputt & fertig zu Hause an. Ich zähl schon gar nicht mehr die Stunden, die wir hier nur mit Warten verbringen. Bis jetzt gefällt es mir noch :) Hakuna Matata und Polepole gilt hier! :D
 Die letzte Woche hatten wir dann wieder Kisuaheli Lessons und verschiedene Einheiten vom ICYE, die sich teilweise sehr mit denen vom VOS geähnelt haben & somit manchmal schnell Langeweile aufkam! Ebenso muss ich sagen, dass ich relativ schnell hier müde werde und es ganz schön anstrengend ist .. von den Kisuaheli Lessons habe ich jetzt nicht so viel mitgenommen, aber passt schon  :D Heute haben wir zum Beispiel ein Stück vorgeführt, war ganz lustig..
Gestern habe ich zum ersten Mal mit Steffi & Finn gewaschen. Erstaunlicherweise waren wir total davon begeistert.. wir freuen uns schon auf unser neues Hobby! :D Dabei kann man sich gut unterhalten und Musik hören. Andererseits ist es auch sehr anstrengend und nicht jeder Fleck geht raus! :) Ich freue mich aber, heute habe ich gleich nochmal gewaschen, damit ich frische Klamotten haben, wenn es dann auf in die Gastfamilie geht! Ich glaube ich wäre total enttäuscht, wenn meine Gastfamilie eine Waschmaschine hat :D Naja, mal sehen. Nach ein paar Wochen werde ich mich bestimmt danach sehnen.
Morgen ist kein wirkliches Programm mehr. Morgens kommen schon die Gastfamilien und haben um 9.00 Uhr ein gemeinames Meeting... Ob Kenya-Time oder European-Time weiß keiner :D Trotzallem müssen wir morgen früh aufstehen..

Wir werden dann das gemeinsame Dinner vorbereiten. Aus jedem Land wird es eine Spezialität geben. Wir Deutschen kochen Spätzle, Kartoffelsalat, Pudding, Kalter Hund usw. . Abends werden wir dies dann gemeinsam mit unseren Gastfamilien essen. Es wird höchstwahrscheinlich nur eine Person kommen, ich denke mal, dass mich mein Gastvater abholen wird, da er hier in Nairobi arbeitet.  Ich bin schon total gespannt & hoffe alles wird gut. Die werden dann auch hier übernachten und am nächsten Morgen werden wir dann alle gemeinsam mit unseren Gastfamilien aufbrechen und nach ‚Hause‘ fahren. Aaaah :D Ich bin schon gespannt, ob meine Familie ein Auto besitzt oder wir mit dem Bus fahren! Ich denke mal, dass wir so 4 Stunden bis nach Nakuru brauchen werden.
Alles ganz schön aufregend..
Ich melde mich dann wieder, wenn ich in Nakuru angekommen bin! :D Ich bin schon so auf mein Projekt gespannt!

Allerliebste Grüße!  

ICYE KENYA!

Mittwoch, 14. August 2013

Ankunft in Nairobi - Chaos, Freundlichkeit & Verwirrung!

Hakuna Matata! :)
Marina, Sarah, Lara & ich :)

Endlich bin hier - in Kenia, für ein Jahr! .. Nun bin ich schon fünf Tage hier & schon so vieles ist passiert ..

Am 09. August ging es mit dem ersten Flieger los nach Cairo. Der Abschied fiel schwer, da man sich kaum vorstellen kann, wie es ein Jahr ohne Familie und die gewohnte Umgebung sein wird. Trotz allem sind wir Freiwilligen, die von Frankfurt aus geflogen sind, heil in Cairo angekommen. Dort haben wir dann auch die anderen Freiwilligen getroffen, die von Berlin aus geflogen sind. Gemeinsam mussten wir dann noch auf unseren nächsten Flieger nach Nairobi warten. Bis dahin war alles gut & es gab keine Komplikationen! ;)

Angekommen in Nairobi waren wir überrascht, dass wir überhaupt dort landen konnten und alles geregelt war. Denn paar Tage vor unserem Abflug kam die Nachricht, dass der Flughafen Jomo Kenyatta Nairobi teilweise abgebrannt ist. Eigentlich hatten wir damit gerechnet, dass unser Flug umgeleitet wird und wir in Eldoret oder Mombasa landen werden!
Nun gut, wir wurden in kleinen Zelten empfangen und mussten uns dort registrieren lassen usw.
Mit Gepäck für ein Jahr ging es dann raus in die eisige Kälte Nairobis :D Damit haben wir ebenfalls nicht gerechnet, dass es SO kalt sei. Momentan ist hier "Winter", tagsüber ist es warm, nur nachts wird es echt kalt.

Somit saßen wir dann nachts um 4 Uhr draußen vor dem Flughafen und haben Ausschau nach einem Schild ICYE KENYA gehalten! .. Unter all den Leuten war keiner mit so einem Schild dabei. Zu Hause in Deutschland wurden wir von unserer Organisation ICJA schon vorgewarnt, dass wir eventuell etwas warten müssen, auch auf andere Freiwillige, die einen anderen Flug gebucht haben. So waren wir alle geduldig und haben uns vor den Flughafen gehockt und gewartet! :D Nach ungefähr 2 1/2 Stunden haben wir uns dann doch dazu entschlossen jemanden anzurufen. Die
Quelle: Lara L.
Warnehmung der Zeit ist in Kenia zwar etwas anders als bei uns, jedoch dachten wir, dass nach 2 Stunden die Grenze überschritten ist.. :D Ebenfalls war uns allen kalt und wir hatten durst... Trotzdem haben wir dies alle mit Humor genommen und die Zeit verging schnell .. Ebenfalls war viel los, nachts am Flughafen & es gab viel zu sehen, .. genauso haben die Kenianer uns beobachtet - Ein Haufen weißer Freiwilliger eingekuchelt in Schlafsäcken & dicken Pullis vor dem Flughafen mit seeeehr viel Gepäck! :D

Naja, in Deutschland angerufen beim ICJA wurde uns nur gesagt: ''ooops, Verwirrung. Ich organisier das mal kurz'' :D Darüber können viele noch heute lachen .. Jedoch hat dann der ICJA den ICYE in Kenya benachrichtig und es stellte sich heraus, dass sie dachte, wir würden erst einen Tag später ankommen. Kann ja mal passieren. Als dann jemand kam mussten wir nur noch auf unsere Transportmöglichkeiten warten, die erst noch organisiert werden mussten .. schließlich wurden wir dann endlich so gegen 9 Uhr morgens zu unserer Unterkunft gebracht. Alle waren totmüde, jedoch fanden es alle noch sehr amüsant. :)
Unser Taxifahrer hatte einen interessanten Fahrstil, vom Flughafen raus, haben wir dann auch gleich mal zwei Giraffen gesehen, die in der Nähe gegrast haben .. alle haben natürlich wie wild geschrien. Typisch Touris :D Der Taxifahrer hat sogar angehalten, damit wir weiter schreien können .. seeehr nett! :PP

Das Erste was mir hier aufgefallen ist, war die Freundlichkeit der Menschen. Alle sind total nett und zuvorkommend. Jedoch weiß man noch nicht genau, wie man damit umgehen soll & ob sie nur so sind, da man weiß ist .. ;) Trotzallem habe ich mich sofort hier wohlgefühlt ..

Dort haben wir unsere Zimmer!
Wir sind hier in der State House Girls High School untergebracht, irgendwo hier in der Straße soll auch der Präsident wohnen .. wuhu! Wir werden hier zwei Wochen sein und uns auf das kommende Jahr vorbereiten. Viele Themen hatten wir schon auf unseren VOS in Deutschland, jedoch sieht man manche Dinge, jetzt hier vor Ort, ganz anders & aus einer anderen Perspektive..

Ebenfalls haben wir 10 Tage davon Kisuaheli Unterricht bei Collins (den Nachnamen konnte ich mir nicht merken) .. er ist sehr speziell. Aber lustig. :D Manchmal fängt er plötzlich an zu singen oder zu tanzen, sehr amüsant! Ich hoffe, ich werde die Sprache schnell lernen, sodass ich mich ausreichend mit den Kindern in meinem Projekt unterhalten kann.

Hier in Kenia läuft alles etwas chaotischer & langsamer .. dies haben wir alle bei unserem Kauf von SD Cards und Internet Stick bemerkt! Oft läuft man von Shop zu Shop und keiner hat so wirklich eine Ahnung, wie was gemacht werden muss :D Momentan bin ich noch begeister von der Gelassenheit der Kenianer! Da ja am Ende immer alles irgendwie klappt und funktioniert. Hier ist eben nicht alles so durchorganisiert wie in Deutschland ;) Auch mal eine schöne Erfahrung!

Heute waren wir bei der Botschaft, der Besuch war auch umsonst, da keiner wusste, als wir schon dort waren, was wir denn genau hier sollen :D naja, ein Gutes hatte es. Wir sind zum ersten Mal Matatu (Minibus) gefahren (ich liebe es, wie Achterbahn fahren! :D ) & durften sogar bei der Botschaft die Toilette benutzen .. - das war ein Luxus! :)

Das untere ist mein Bett für die nächsten zwei Wochen! ;)
Ich bin schon gespannt auf die nächsten Tage!

Allerliebste Grüße aus Nairobi.

Bis Bald, eure Fariha! :)