Samstag, 5. Juli 2014

Endterm Camp, Visum, Abschied nehmen

Hallo ihr Lieben,

Heute habe ich mich dazu aufraffen können, einen Blogeintrag zu schreiben. Es wird auch einer der letzten sein, da mein Jahr hier in Kenia bald zu Ende geht. Vielleicht sogar schneller als geplant, aber dazu später geht....

Ich hatte vom 22-29 Juni mein Endterm camp vom ICYE!
Es ist üblich, dass dieses camp im Projekt einer der Freiwillige stattfindet und Wir dort etwas aufbauen...
Dieses Jahr waren Wir also bei Katharina zu Hause. Sie wohnt in sindo bei dem Direktor der Schule Wo sie als Freiwillige arbeitet. Deshalb ist die Schule auch nur ein paar Meter neben  ihrem Zuhause!

Ich habe mich am Samstag, den 21. Juni auf den weg nach kisii gemacht um dort Pia und steffi zu treffen. Gemeinsam haben Wir dann das Deutschland-Spiel in unserem Hotelzimmer geguckt....bevor es dann am Sonntag los nach homa bay ging. Reingestopft in ein matatu, ungefähr zwei Stunden war die Fahrt. Nach nun elf Monaten Kenia haben Wir uns auch nicht nehmen zu lassen uns zu beschweren und eben nicht für jeden weiteren Fahrgast den eigenen Körper eimgefaltet. Zum einen ist es total gefährlich so überfüllt zu fahren, vor allem bei dem fahrstil und schließlich bezahlen Wir nicht umsonst für einen Sitzplatz. Aber gut. Manchmal geht es nicht anders und man akzeptiert wieder. Meiner Meinung nach sollten sich die kenianer ruhig früher beschweren ... die conducteur versuchen auf Kosten anderer Fahrgäste so viele Menschen rein zu bekommen, nur um am Ende des Tages mehr Geld in der Tasche zu haben.

Wir kamen dann schließlich irgendwann in homa bay an, direkt am lake Victoria! Von dort ging es dann weiter in die "pampa". Nur fuhren dann keine matatus mehr in diese Richtung und man muss ein Auto Taxi nehmen, welches mit bis zu 14 Leuten vollgepackt wird.... die meisten im Kofferraum. Vorne meistens vier Leute und manchmal wird sich die  Arbeit geteilt. Einer lenkt, der andere gibt Gas! ;) unvorstellbar in unserem schönen strikten Deutschland! :P

Bis es dann aber erstmal losging ...mussten Wir über eine stunde warten. Bevor nicht genügend Leute im Auto sind, geht es auch nicht los...

Die Fahrt von homa bay  nach sindo im Auto war auch ein tolles Erlebnis. Die Straße war natürlich super kenianisch und holprig. Zum Glück war das Auto so voll & eng, da konnte man sich eh kaum bewegen. Unterwegs haben Wir noch eine krank Frau umsonst mitgenommen, da sie ganz dringend ins Krankenhaus musste.. Sehr nett von unserem Fahrer!!!

In sindo angekommen haben Wir uns mit Katharina getroffen. Sindo ist ein kleines Dorf direkt am lake, was richtig schön ist. Dort haben Wir dann auch die anderen getroffen, ebenfalls elf kenianer die im August mit ICYE für ein Jahr in verschiedene Länder ausreisen.
Wir haben so gut Wie alle pikipikis (Motorräder) aus sindo benötigt um zu Katharinas Familie und Projekt zu kommen. Sie lebt so richtig schön, aber richtig weit von uns allen und jeglicher Zivilisation... ihre Familie wohnt am hang eines Hügels und von ihrem Zimmer hat sie einen wundervollen Blick auf den lake Victoria!! :) trotzdem bewundere ich Wie Sie das alles packt, da sie schon Sehr alleine dort ist und man nicht viel dort unternehmen kann....

Die Woche Camp in sindo waren richtig schön. Wir haben uns alle gut verstanden und es war Sehr lustig sich gegenseitig auszutauschen. Wir hatten natürlich Diskussionsrunden, um unser Jahr Kenia zu reflektieren... ebenfalls Spiele damit Wir die anderen Freiwillige besser kennenlernen ... und unser Projekt die Woche war, dass Wir die Schule von Katharina gestrichen haben. Im ganzen war es eine sehr sehr schöne Woche mit allen... ich habe es sehr genossen und die Zeit ging mega schnell um. Ich bin dann danach am Samstag mit steffi, nico, Jo und lizzy nach migori ins "Happy Home" (Projekt von steffi und seit kurzem auch von nico & Jo) ...ich wollte es ausnutzen, dass ich hier in der Gegend war und nicht nochmal her gekommen wäre. Wir haben uns dann alle gemeinsam auf zur tansanischen Grenze gemacht, um schön zum letzten mal für wenig Geld Stoffe zu kaufen.
Meinem Schneider habe ich in letzter Zeit sehr viel Arbeit gegeben :D

Am Sonntag ging es dann für mich wieder nach Hause, nach acht Stunden anstrengender Fahrt und nervigem conducteur (ich war kurz davor ihm meine Faust ins Gesicht zu schlagen, haha!!) Kam ich dann auch endlich abends zu Hause in Nakuru an!!

Mein Visum was mir schon das ganze Jahr Kopfschmerzen bereitet hat, wurde auf dem camp auch nochmals genau diskutiert.....

Mein jetziges Visa läuft am 11.07.14 aus. Da Wir schon seit unserer Einreise auf unsere workpermit warten, sieht es wieder schlecht für mich aus...

Angeblich sind sie schon fertig gestellt und müssen nur noch unterschrieben werden. Ja... die lieben Menschen im immigration office arbeiten SOOOO fleißig, dass sie einfach öfters unsere Dokumente verlieren und die Arbeit von vorne beginnen muss. Da jetzt Jo schon früher geflogen ist und die Dokumente von nico nicht mehr zu finden sind, gibt es nur noch steffi Pia und mich für die weiterhin bis zur letzten Sekunde gekämpft wird. Für nico ist der Flug schon am Freitag gebucht.... für uns dann auch, wenn nicht bald was passiert. Zeit ist so knapp!!!

Am Montag ist Saba Saba (sieben sieben, für 7.07), Wo gehäuft Demonstration veranstaltet werden und es gefährlich werden kann. Deswegen habe ich am Montag frei...
Würde ich also Freitag fliegen, hätte ich nur noch zwei Tage im Projekt, da ich mich am Donnerstag auf den weg nach Nairobi machen würde..

Da wir schon ständig dieses Problem haben, Hab ich es diesmal einfach ignoriert... jedoch wird mir immer mehr bewusst Wie wenig Zeit mir hier noch bleibt und ich mich kaum darauf einstellen kann, ob ich nun gehen muss oder nicht.....
Einfach diese Ungewissheit macht einen fertig, so viele verabschiedungen habe ich vor mir und noch die letzten souvenirs einkaufen und und und.....

Ich werde euch auf dem laufenden halten. Vielleicht bin ich nächstes Wochenende wieder im Lande!! Wer weiß... gehen möchte ich auf keinen Fall. :/

Ganz Liebe grüße,
Eure Fari :) 

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