Sonntag, 29. Dezember 2013

Rucksack auf - ich bin dann mal weg!

Momentan sind Ferien und ich muss somit nicht arbeiten. Deswegen habe ich mich mit den anderen auf den Weg gemacht um Kenia ein bisschen zu erkunden! Ich werde euch jetzt kurz und knapp von unseren jeweiligen Reisestationen erzählen ;) Hier erst mal eine Häfte, damit es nicht zu viel wird!

29.11.12 – 09.12.12

NAKURU

Da die anderen schon früher Ferien hatten sind sie mich besuchen gekommen. Lara, Steffi, Marina & Sarah hatten davor noch einen Stop in Kericho gemacht. Sie sind dann auch mit mir ins Projekt! Es war Closing Day und sowie so nichts großes zu tun.. es gab lecker Chapati mit Bohnen und die Kinder haben ihre Performances vorgeführt. War echt ein schöner letzter Arbeitstag dieses Jahr! An dem Tag haben wir das Projekt Streichen auch endgültig abgeschlossen!

NAIVASHA

Da wir an Marinas Geburtstag etwas Besonderes machen wollten sind wir gemeinsam morgen Frühs nach Naivasha gefahren, welches eine kleine Stadt zwischen Nakuru und Nairobi ist. Nach knappen zwei Stunden Matatufahrt sind wir in Naivasha angekommen. Schön mit unseren Backpackern auf den Rücken sind wir natürlich gleich aufgefallen und jeder wollte uns zu unserem Camp fahren. Natürlich total überteuert und in einem privatem Taxi. Wir wollten aber den normalen und billigeren Weg und haben uns bei einer Frau erkundigt wie wir denn dahin kommen, während sich die Männer noch darum gestritten haben, wer uns denn nun fahren darf! So etwas ist immer total anstrengend! Im Camp angekommen war es mittlerweile schon dunkel, die Fahrt von der Stadt bis zum Lake Naivasha war noch relativ lang. Somit haben die netten Leute uns dort noch ein Zelt im Dunkeln aufgebaut und wir haben nichts vom See gesehen, dafür war die Überraschung über die Umgebung am nächsten Morgen umso größer! ;)
Die Nacht haben wir dann schön gemütlich Marinas Geburtstag gefeiert mit Kuchen, nicht brennender Kerze und Luftschlangen sowie Tröten! :D   ..Achja, den Abend davor hat mir Steffi gekonnter Weise Chilisoße ins Auge gespritzt, es war die Belustigung am Abend, aber höllische Schmerzen für mich. Ich habe den ganzen Tag geheult, meine Nase hat gelaufen und mein Gesicht hat gebrannt! :D Der Kellner hat sofort dezent die Soße vom Tisch genommen & einen Stapel Servietten hingelegt! Irgendwann bin ich mit ihm in die Küche und hab versucht zu retten, was noch zu retten ist ;D Naja, am nächsten Morgen konnte ich wieder normal gucken!   Am nächsten Tag sollte es eigentlich zu Hells Gate gehen, da uns der Eintritt aber viel zu teuer war und die Frau am Schalter uns nicht glauben wollte, dass wir Volunteers sind und somit den Preis bezahlen, wie die Residents! Jedoch brauch man dafür eine Aliencard, die haben wir aber immer noch nicht, da das alles etwas länger braucht.. total doof war das! Da wir mit Fahrrädern vom Camp bis zum Hells Gate Eingang gefahren sind, haben wir beschlossen einfach mit den Fahrrädern eine Tour zu machen. Wir sind dann anschließend an einen nahegelegenen Lake gefahren, um dort eine Bootstour zu machen. Der Weg mit dem Fahrrad war sehr weit aber genial. Haben viele Giraffen, sowie Zebras und Büffel gesehen. Auf dem Lake haben wir dann bei der Bootstour viele Flamingos sowie Hippos gesehen. Das war absolut genial! ;) Auf den Rückweg mit den Fahrrädern hatte von uns keiner mehr Lust. Wir haben uns dann an einen Straßenrand gesetzt und ein netter Polizist hat uns geholfen einen Bus zu bekommen, der hat dann ganz einfach unsere Fahrräder aufs Dach gepackt und uns gemütlich zum Camp gefahren, das war eine sehr lustige Aktion! :D

NAKURU again!

Am Montag waren wir dann beim Menengai Crater hier in Nakuru! Das war einfach wunderschön dort, wie haben uns Obst mitgenommen und den Tag dort verbracht und entspannt! ;) Es war einfach ein unglaubliches Gefühl an diesem Crater zu sitzen und einfach die Aussicht auf sich wirken zu lassen..

NYAHURURU

Am Dienstag ging es dann gleich weiter nach Nyahururu, um dort die Thomson Falls zu besichtigen! Ebenfalls atemberaubend! Bis dahin waren wir immer wieder abends in Nakuru. Ich habe zu Hause übernachtet und die anderen in einem Hostel in Nakuru! Am Mittwoch mussten dann Sarah und Marina wieder abreisen! Ich habe mich dann also mit Lara und Steffi mit auf Reisen begeben! Da wir einfach keinen Plan hatten, der uns strukturiert durch die Ferien führt, haben wir alles eigentlich immer spontan einen Tag vorher entschieden, was wir machen und wohin wir gehen! Hier in Kenia ist planen sowieso total unmöglich, es läuft immer alles ganz anders wie geplant. Man muss flexibel sein, spontan und manchmal einfach NUR Glück haben, dass es klappt! ;)

NAIVASHA again!

Wir sind dann zu dritt am Donnerstag nochmal nach Naivasha. Haben vorher noch in einem guten Restaurant Nyama Choma gegessen (gegrilltes Fleisch). In Naivasha dann haben wir uns ein Hostel gesucht, ein bisschen in der Stadt umgeschaut und früh am nächsten Morgen sind wir nochmal planlos auf der Suche nach dem See gewesen. Hat alles total viel Spaß gemacht! & wir hatten am Ende auch noch einen schönen Platz am Lake Naivasha gehabt und die Aussicht genossen! Jedoch nicht lange, da wir am gleichen Tag noch weiter nach Nairobi wollten.

NAIROBI

Wir hatten alle so was von keine Lust auf Nairobi. Es ist einfach eine riesen Stadt mit zu vielen Menschen und richtig was machen kann man dort auch nicht :D Jedoch ist es immer so ein Ort wo alle wieder zusammen treffen. Wir mussten jedoch nach Nairobi wegen dem Sportsday von ICYE am Sonntag. Wir hätten diesen Stop gerne übersprungen und wären sofort nach Mombasa gereist! .. aber was will man machen! Mit total Gar-keiner-Bock-Laune sind wir dann also weiter nach Nairobi .. Dort ist mal wieder einiges passiert! Da wir schon am Freitag ankamen, wollten wir abends bei Laras Tante schlafen (Schwester ihrer Gastmutter)! Als Dankeschön, dass sie uns aufnehmen, wollten wir für die Familie kochen und sind deshalb noch einkaufen gegangen! Mit unserem ganzen Gepäck haben wir uns dann auf die Suche nach dem Matatu gemacht. Es war reger Verkehr und Trubel an dem Freitag und die Leute haben sich nur so ins Matatu gequetscht. So schnell konnten wir gar nicht  mit unseren Rucksäcken.. obwohl wir schon länger gewartet haben, haben sich trotzdem Leute einfach vorgedrängelt. So etwas kann ich gar nicht haben, da man einfach nicht voran kommt, man muss sich anpassen und mit drängeln :D -.- Ein Conducteur hat dann gesehen, dass wir nicht klar kamen und meinte das Nächste ist für uns! Er hat dann eins ran geholt und uns geholfen, dass wir auch ja rein kommen! Das Matatu hat natürlich auch einen Conducteur und da der eine von draußen geholfen hat, wollte er Geld von dem Matatu-Conducteur, da er sozusagen beigetragen hat, dass Leute ins Matatu kommen. Da ihn aber keiner darum gebeten hat und in dem Moment auch nicht notwendig war, da ja viele Menschen dort gewartet hatten und so oder so rein gewollt hätten.. gab es dann ein Problem!
Er ist uns dann die ganze Zeit neben dem Matatu hinter her gelaufen und hat mit dem Conductuer diskutiert, dass er doch Geld bekommen will. Irgendwann standen wir bei einer Kreuzung etwas länger, da ist unser Matatu – Conducteur ausgestiegen und hat sich vor unserem Matatu auf der Straße mit dem anderen angemacht und halb geprügelt. Die Autos sind alle stehen geblieben, sowie die Menschen. Also wenn hier etwas passiert, dann geben die Kenianer echt alles beim Gaffen! :D Auf einmal stand eine ganze Menschenmenge um die beiden herum und haben einfach nur zugeschaut, inklusive uns, wie saßen ja noch im Matatu und haben gewartet bis wir weiter konnten. Irgendwann ist der Fahrer ebenfalls ausgestiegen und hat noch seinen Senf dazu gegeben, was natürlich die Lage nicht verbessert hat. Der Typ, der das Geld wollte ist richtig ausgerastet und sah so wütend aus, dass wir in einem Moment dachten, er holt gleich ein Messer unter seiner Jacke hervor. Die Situation war einfach total gruselig und wir hatten kurz überlegt auszusteigen. Da wir nicht wirklich mitbekommen haben, was denn nun das Problem ist, habe ich den Typen neben mir gefragt. Da der aber soooooooo mit gaffen beschäftigt war, wurde mir nur ein abwesendes „Hm?“ zu genuschelt. Toll! Wir waren dann da im Matatu mit den anderen Leuten und keiner hat uns erklärt was los ist. Irgendwann ist dann ein Mann von ganz hinten aufgestanden, ausgestiegen, zu dem Prügelpack hingelaufen, hat irgendwas gesagt, dann einen Schlag ebenfalls noch abbekommen! Dann hat er einfach dem Übeltäter, also dem Typen, der das Geld von unserem Matatu-Conducteur wollte, Geld gegeben, damit er zufrieden ist. So einfach war das dann auch und wir konnten weiter fahren. Also Geld regelt echt alles! & ich bin mir sicher, dass es sich da auch nur um eine kleine Menge gehandelt hat. Trotzdem ist es für die Menschen hier so wichtig, dass sie sogar einen Streit anfangen und sich prügeln. Da hat uns Nairobi mal wieder gezeigt, wie gerne wir doch dort sind :D Nicht! Dafür war dann das Abendessen umso genialer, da wir einfach super geil gekocht haben und uns ordentlich Gemüse gegönnt haben! ;)
Da wir für den Sportsday alle nach Nairobi kommen sollten, hat uns der ICYE Gastfamilien für zwei Nächte zugeteilt! Ich wurde mit Steffi nach Ruai geschickt. Sie hatte bei der Familie schon mal als Übergang gewohnt und kannte sie somit schon sehr gut! Wir haben uns dann am nächsten Tag auf in die Stadt gemacht, um noch ein paar Sachen zu erledigen bevor wir uns von Lara trennen und nach Ruai in die Gastfamilie fahren. Morgens sind wir dann von der Tante los in die Stadt mit einem Bus! Wir hatten unser ganzes Gepäck auf die Sitze neben uns gestapelt. Lara und ich saßen neben einander & Steffi hinter uns! Bei einer Station kam dann eine Gruppe von Männern rein, es waren drei oder vier! Einer kam zu mir und hat sich neben mich gesetzt, so dass ich für ihn reinrutschen musste OBWOHL der ganze Bus noch so gut wie leer war! Komisch dachte ich mir .. das gleiche ist bei Steffi hinter mir mit einem anderen Typen passiert. Naja, dann sind wir ein bisschen gefahren. Der Typ neben Steffi hat zur lauten Musik getanzt und war mega happy drauf! ;) DANN auf einmal haben die Typen eine riesen Panik verursacht und meinten in voller Hektik wir sollten uns doch bitte anschnallen, da wir gleich an einer Polizeistation vorbei fahren. Da das ganze Gepäck halb auf uns lag konnten wir gar nicht so schnell nach den Anschnallern suchen, so „nett“ wie sie waren, haben sie uns natürlich geholfen und sich halb über uns drüber gelegt. Angesteckt von der Panik haben Lara und ich wie verrückt nach den Anschnallern gesucht und nichts gefunden! Dann hat sich Steffi von hinten bemerkbar gemacht und meinte in voller Gelassenheit nur „Ähm, Fariha? Ich glaube die klauen uns gerade was.“ Der Typ neben Steffi war mit der Hand schon in ihrer Hosentasche & ein anderer hat sich an ihrem Rucksack zu schaffen gemacht. Im gleichen Moment hat der Typ neben mir mit seiner Plastiktüte die Sicht zu uns versperrt und dahinter versucht Laras Kameratasche aufzumachen. Als wir gemerkt haben was los ist, haben wir unsere Sachen fest gehalten und schnell nach geguckt ob irgendwas weg gekommen ist! .. die anderen im Bus haben sich ebenfalls sofort danach erkundigt. Die Typen waren dabei auszusteigen, ein Mann hat sie zur Rede gestellt, wurde aber nur blöd von ihnen angemacht und hat einen Schlag ins Gesicht bekommen, so dass seine Brille runter gefallen ist. So schnell wie die Typen neben uns saßen, so schnell waren sie dann auch schon wieder draußen! :D Oh man, das war ein Schock. Danach haben dann die Leute mit uns noch darüber diskutiert. Blabla.. alle waren ganz schön aufgewühlt. Der eine wollte sogar zur Polizei und uns als Zeugen mitnehmen. Aber das hätte einfach NICHTS gebracht, vor allem da nichts gestohlen wurde! Von dem Schock mussten wir uns erst einmal erholen und haben uns in den Uhuru Park gesetzt und einfach nichts gemacht! ;D Jaja, wir lieben Nairobi! :P 
Mittags haben Steffi & ich uns auf den Weg nach Ruai gemacht, es liegt etwas außerhalb von Nairobi, aufgrund des Traffics brauch man aber länger als es wirklich ist! Zwei bis drei Stunden später waren wir völlig fertig bei der Familie! Am nächsten Morgen war dann also der Sportsday, wir haben damit den Internationalen-Freiwilligendienst-Tag-Dings-Bums gefeiert! Es sollte um 8 Uhr anfangen und da wir drei Stunden brauchen wollten wir früh los! Uns war aber eh bewusst, dass die ganze Veranstaltung nach kenianischer Zeitwahrnehmung ablaufen wird und wir hatten beschlossen um sieben los zu fahren! Naja, der eine Sohn von der Familie ist Co-worker beim ICYE und hat uns begleitet! Er hat erst mal bis sieben geschlafen und im Endeffekt sind wir mega spät los und kamen mega spät an! Ich glaube es war halb 12 :D Weiß es selbst gar nicht mehr. Hier in Kenia gucke ich so selten auf die Uhr, braucht eh keiner .. Wir hatten ebenfalls eine Mannschaft kreiert, haben aber verloren. Viele saßen einfach den ganzen Tag zusammen und haben erzählt! Da das Ganze mit Verspätung angefangen hat, sind wir auch sehr spät fertig geworden. Es war schon dunkel, Matatus waren kaum zu bekommen und wir haben wieder ewig gebraucht. Um 10 Uhr abends waren wir dort und am nächsten Morgen haben Steffi und ich uns auf den Weg wieder nach Nairobi Town begeben, um  uns mit Lara und Silan zu treffen!!!  ..

MOMBASA … Fortsetzung folgt!

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