Montag, 2. September 2013

Gastfamilie, Projekt .. das Abenteuer beginnt! :)



Huhu!!  :)
Ich bin jetzt schon gut drei Wochen hier in Kenia und auch von zu Hause weg! Davon bin ich schon eine Woche bei meiner Gastfamilie und Nakuru. Momentan geht es mir echt gut hier und ich lebe mich so langsam ein :) 
Meine Familie besteht aus Emily, Eric und Earl meinem Gastbruder, sein Spitzname ist Kim und so wird er auch nur von mir genannt. (= Als ich hier ankam, war noch das Hausmädchen Caro hier. Sie ist 19 Jahre alt und hat zwei Kinder. Aufgrund irgendwelcher Probleme ihrerseits, hat Emily sich auf die Suche auf ein neues Hausmädchen gemacht. Sie ist seit Freitag hier und heißt Jane. Sie ist total nett und mit ihr komme ich richtig gut klar. Sie ist eine nette dritte Zimmergenossin :D Gestern Abend habe ich zusammen mit ihr Ugali (Maisbrei) gekocht. Das war lustig. Ich habe sie immer nach verschiedenen Kisuaheli Wörtern gefragt, damit ich so langsam mal etwas lerne.. Als ich wissen wollte, was Tomaten auf Kisuaheli heißt und ich nur drauf gezeigt habe, meinte sie Tomatoes :D Wir mussten dann erst meinen Gastbruder Kim fragen, was Tomaten auf Kisuaheli heißt. Nun haben wir beide etwas gelernt. ;) Sie kann eigentlich ganz gut Englisch verstehen, nur sprechen funktioniert nicht so .. manchmal verstehen wir uns deswegen nicht ;D Sie spricht auch immer Kisuaheli mit mir :D Aber es macht Spaß! Jetzt gerade liegt sie gegenüber von mir und studiert das Kisuaheli Buch von Kim. Manche Wörter kannte sie eben nur auf Englisch. Jetzt können wir zusammen lernen ;D
Die Woche hier bei meiner Familie war anfangs etwas eintönig. Die Eltern mussten arbeiten und ich war dann mit Kim alleine, da wir noch kein neues Hausmädchen hatten. Naja, war dann nie richtig etwas zu tun & alleine rausgehen wollte ich auch noch nicht. Vor allem habe ich keinen Schlüssel & das Tor ist meistens zugeschlossen. Ich muss dann von draußen immer Kim schreien, aber der hört mich eh nicht. Dann klopfe ich so lange bis der Wachmann kommt, der neben dem Tor in einem kleinen Häuschen wohnt, welches nur aus einem Zimmer besteht. Er heißt Gideon und wohnt dort mit Dan ;) Beide sind sehr nett! Mit Kim & Dan war ich dann am Samstagmittag im nächsten Supermarkt „Naivas“, dort gibt es ein Café, wo es kostenloses Internet gibt. Da sind wir dann mit Rucksäcken, wo wir unsere Laptops verstaut haben, ungefähr 25 Minuten hingelaufen ;) War ganz cool unbegrenztes Internet zu genießen, war sogar relativ schnell.. Da haben wir dann fast den ganzen Nachmittag verbracht! Fürs skypen werden ich dann wohl immer dorthin gehen, da hier zu Hause das Internet viel zu langsam wäre und Skype mein ganzes Internetguthaben auffrisst :D
Am Freitag habe ich die Moschee besucht, ich wurde von dem Imam hier vor Ort abgeholt, der aus Pakistan kommt & hier mit seiner Familie schon zwölf Jahre lebt. Er hat mich mit seinen zwei Söhnen abgeholt, sie besitzen so einen Minibus, wie ein Matatu, halt nur für privat .. ;) Die Moschee ist total schön gelegen, etwas außerhalb, aber dafür im Grünen ;) Man muss eine etwas steile ‚Straße‘ hoch. Also die Straßen hier sind echt ein Thema für sich :D So viele Löcher usw. Man wird echt immer durchgeschüttelt im Auto. Dass die Autos das alle noch mitmachen, ist für mich echt erstaunlich .. jedes Mal zucke ich zusammen, wenn wir durchs nächste Loch rasen :D Auf jeden Fall liegt die Moschee auf einem Berg und von dort aus konnte ich sogar den Lake Nakuru sehen, total schön. Hatte aber meine Kamera nicht dabei.. auch auf ganz Nakuru konnte man schauen. War richtig toll dort oben. Die Moschee ist noch im Bau und deswegen waren dort auch noch Bauarbeiten und ganz viele Kühe liefen ebenfalls dort rum um den Rasen zu mähen ;D
Jetzt weiß ich so langsam, wo ich wohne und welche Straßen wohin führen. Perfekte Orientierung habe ich aber noch lange nicht! :D Das dauert noch ..  
Heute war mein erster Arbeitstag!
Normalerweise muss ich erst um 9 Uhr anfangen und dann darf ich mir aussuchen, wann ich nach Hause will.. so irgendwann zwischen 14 – 16 Uhr. Die meisten Freiwilligen sind um 15 Uhr gegangen.
Ich bin dann heute Morgen mit meiner Gastmutter Emily zu der Wohnung von Jane gefahren, wo ich schon ganz am Anfang meiner Reise hier in Nakuru gelandet bin. Als wird dort waren war ich erst mal total verwirrt und habe total spät gecheckt, dass wir in ihrer Wohnung sind. Irgendwie sah an dem Tag alles anders aus .. ;) Naja, Emily musste dann schnell wieder zur Arbeit! Sie hatte mir vorher noch gesagt, ich werde heute mit dem Matatu alleine zurück fahren. :D haha. Das war ein Schock für mich, aber ich dachte mir nur so: Hakuna Matata! :D Genügend Geld hatte ich auch mit, was ich aber letzten Endes doch nicht gebraucht habe, da für mich mal wieder alles bezahlt wurde -.- :D ! Naja, .. ich bin dann auf jeden Fall so lange noch bei Jane geblieben, bis wir los sind. Mussten ja erst um 9 Uhr da sein, war bei ihr ungefähr um viertel vor Acht da. Habe dann dort meinen zweiten Chai bekommen und dazu Mandazis gegessen. Jedoch hatte ich zu Hause schon Frühstück und einen Chai, sodass ich einen nur ein bisschen angeknabbert habe und den Chai irgendwie noch runtergewürgt habe :D Zu viel Milch bekommt mir irgendwie nicht so gut! ;D
Wir haben dann auf das Motor bicycle gewartet, eine andere Transportmöglichkeit, neben Matatu und Tuk Tuk ;) Alle sehr gewöhnungsbedürftig. Aber mit höherem Spaßfaktor :D Als ich den Typen mit dem Motorrad gesehen habe, dachte ich mir nur so … oh ne :D Wir zwei Frauen sollen und jetzt hinter den Typen auf den kleinen Platz quetschen? Naja, irgendwie hat das dann doch ganz gut geklappt. Der Platz sah so klein aus, dass ich niemals gedacht habe, dass Jane und ich zusammen drauf passen. :D Ich durfte in der goldenen Mitte sitzen und war so schön eingequetscht, dass ich gar nicht hätte rausfallen können. Helme hatten wir natürlich nicht auf :D Das war eine rasante Fahrt, aber es hat Spaß gemacht, nur der viele Staub nervt nach einiger Zeit in den Augen.. aber es war echt richtig cool. ;) Damit wurden wir dann auch bis vor die Tür des Projekts gefahren. Das ist der Vorteil an diesen Dingern, die bringen dich überall hin (:
Das Projekt war kleiner als ich dachte und man musste vorerst durch eine Tür und an anderen Häusern vorbei um zu dem Gelände zu kommen. Die Nachbarn sind also gleich nebendran und manchmal laufen auch die Kinder von denen dazwischen & spielen in der Pause mit den anderen. Auch die Hühner lassen sich mal blicken :D Zu dem Projektgelände gehört auch ein Hund. Der ist ganz lieb und Jane meinte, ich kann ihm einen Namen geben. Da muss ich mir erst mal genauer Gedanken drüber machen. :D So was muss ja gut überlegt sein..
Als wir dort ankamen, standen alle Kinder zusammen auf dem Hof und wir haben uns dann da vor gestellt und es wurden ein paar Klatschspiele gespielt, davon habe ich aber nichts verstanden, ich habe einfach fröhlich mitgeklatscht :D Dann hat Jane mich vorgestellt und meinen Namen gesagt, die Kinder sollten das dann mehrmals nach sagen und sie hat immer gefragt: „Nini?“ (Was?) und die Kinder haben immer lauter meinen Namen gebrüllt. Naja, so prägen sie ihn sich vielleicht besser ein :D War aber echt lustig und süß. Danach hab ich die Kinder begrüßt und mich kurz vorgestellt. Da es der erste Schultag nach den Ferien war, war die erste Aufgabe der Kinder, die Schule zu säubern. Danach war es schon viel sauberer, aber draußen, wo die Kinder gespielt haben, lag trotzdem noch total viel Müll rum.. auch Scherben oder so und die meisten Kinder sind barfuß rumgerannt!
Dann wurde ich gefragt, was ich denn Unterrichten kann. Hm, ich hab dann gesagt Englisch. :D Ich werde es versuchen, aber ein richtiger „Teacher“ bin ich noch lange nicht, vor allem sind die Unterrichtsmethoden hier ganz anders als in Deutschland. Ich bin dann mit einer Lehrerin in einen Klassenraum, links saß die Class 1, in der Mitte Class 2 (denen soll ich dann English Unterricht geben) und ganz rechts saß Class 3. Also drei Klassenstufen in einem Raum und zwei Lehrer. Ich bin gespannt, wie das klappen soll. Heute wurde nur alles wiederholt, aber irgendwie haben alle das gleiche wiederholt. Die Kinder sollten zum Beispiel Wörter, die die Lehrerin an die Tafel geschrieben hat, in Großbuchstaben bzw. Kleinbuchstaben schreiben. Danach sind die Kinder zu mir gekommen & ich musste mit einem roten Stift korrigieren. Ich wurde dann aufmerksam darauf gemacht, die Haken doch bitte richtig großzügig zu machen. :D Naja, die Kinder haben dann immer ihre Fehler korrigiert und sind nochmals zu mir gekommen, bei jedem großem fettem rotem Haken haben sie sich gefreut. Alle waren ganz schön ehrgeizig! Das war gleichzeitig der Englischunterricht, danach war Kisuaheli dran. Da konnte ich sogar mit lernen und die Aufgaben mitmachen :D Mehr haben wir an dem Tag nicht geschafft. Viel Zeit ist drauf gegangen, jedem einzelnen Kind seine Hefte zu geben, dann jedem ein neues Lineal plus Bleistift zu geben, dann sollten alle dies mit Namen beschriften und danach kamen alle nach vorne, da die Bleistifte angespitzt werden mussten, mit nur einem Spitzer. So was hätte man natürlich auch vorbereiten können & somit Zeit gespart. Der Spitzer war auch nicht der allerbeste und somit wurde gespitzt und gespitzt, so dass die nagelneuen Bleistifte schon bis über die Hälfte wieder weg waren .. nach nur paar Minuten. In dem Moment dachte ich mir so, mist, hättest du doch mal einen schönen Spitzer aus Deutschland mitgebracht. Was bei uns zu Hause selbstverständlich jedes Kind in seiner Federmappe hat, gibt es hier nur in Mangelware und mit schlechter Qualität für alle. Aber wenigstens haben diese Kinder eine Chance auf Bildung, sie kommen aus den Slums und Geld um auf eine normale Schule zu gehen, haben sie nicht .. Ich glaube hier verbringe ich gerne meine Zeit und setzte sie auch sinnvoll ein ;)
Die Kinder sind alle total lieb und es macht Spaß mit ihnen zu spielen. Da hier fast jedes Jahr Freiwillige aus aller Welt sind, sind sie die sogenannten „Mzungus“ (Europäer) gewöhnt und nennen somit einen auch nicht ständig so..  Ich heiße ab jetzt nur Teacher :D Ganz selten mal Fariha!
In der Mittagspause habe ich noch ein bisschen im Office mitgeholfen und Papierkram sortiert! Danach gab es dann Essen!! Mir wurde vorher schon gesagt, dass ich auch gerne mein eigenes Essen mitbringen kann oder welches nebenan kaufen kann. In der ersten Pause gab es „ugi“, das war irgendwie so was wie „Ugali“ nur in flüssig, also heiß, wie ein Tee, nur total reichhaltig… die ganze Tasse habe ich nicht geschafft.. die Kinder haben alle meistens zu Hause kein Frühstück gehabt und somit mindestens zwei Tassen davon getrunken. Ich hab noch nicht mal eine geschafft, von den zwei Chai am Morgen und zwei Toast und Mandazi, konnte ich nun wirklich nichts mehr essen bzw. trinken. Mir wird dann immer gesagt: „Feel free“ :D Da fühlt man sich dann nicht mehr ganz so schlecht. Auf jeden Fall gab es dann zum Mittag Ugali und Jane meinte, es gibt ganz kleine Fische (Namen vergessen) die werden mich beim Essen beobachten. Toll :D Ich hatte dann schon einen dicken Teller voller Ugali und einen Haufen kleiner Fische die mich mit ihren Glubschaugen angestarrt haben. Ohje. Alle haben dies mit Händen gegessen, für mich gab es eine Gabel :D Alle Kinder haben mich beobachtet, wie ich das wohl esse .. ich habe den Ugali dann schön in die Fischsoße getunkt und den Fischen mit der Gabel die Köpfe abgehakt :D Diese Augen wollte ich auf jeden Fall nicht essen :D Naja, hab aber nicht alles geschafft und habe mich dann ganz „free“ gefühlt und es stehen gelassen ;D Aber es war lecker, das muss man dazu sagen. Wie die Augen schmecken weiß ich natürlich nicht :D ..
Ab da wusste ich dann, warum sie meinten, ich kann mir ruhig eigenes Essen kaufen, da ich das hier nicht so gewöhnt bin usw. Ich glaube dieses Angebot nehme ich doch gerne an ;D
Danach war dann Freizeit angesagt, da heute der erste Tag nach den Ferien war. Ich bin dann mit den Kindern Seil gesprungen und habe ihnen meine noch vorhanden Seiltricks vorgeführt, welches ganz gut ankam :D Es hat total viel Spaß gemacht und die Kinder sind alle ganz offen .. streiten sich aber öfters mal, da nicht alle mit mir gleichzeitig spielen wollen und am liebsten mit mir alleine Seil springen wollen oder so. Da muss man dann aufpassen.. ;) Aber das war erst der erste Tag, bald muss ich dann auch langsam mal die Namen lernen und Kisuaheli. Die meisten sprechen mit mir & ich verstehe einfach nichts :D Alle sagen, das wird schon. Mal sehen, ob ich diese Sprache wirklich irgendwann mal sprechen kann..
Der Son in Law von Jane oder Brother ich blicke da immer noch nicht durch, da ich heute auch noch ihren Mann kennengelernt habe und der sogar der Direktor von „Cherish“ ist und dem total ähnlich sieht. Naja, mit dem bin ich dann auf jeden Fall nach Hause. Echt nett, dass ich doch nicht alleine los musste! Wir sind dann etwas die Straße runter gelaufen und er hat dann irgendwann ein Matatu zum Stehen gebracht. Da muss man nicht auf die Nummer achten, da irgendwie alle Matatus von dort in die Stadt fahren. In der Stadt muss man dann umsteigen. Es war so viel los, ich hatte Mühe mit ihm Schritt zu halten, denn immer ist irgendwer dazwischen gelaufen und ich hätte ihn fast verloren. :D Naja, da irgendwie der erste Schultag war usw. war total viel los und die Leute standen Schlange an den Matatus und haben sich drängelnd versucht noch irgendwie rein zu quetschen :D Das wollte er mir dann doch nicht antun und meinte wir können bis zu mir nach Hause ein Motor bicycle nehmen, jippie! :D Nachdem der erste bei meinem Anblick schlappe 300 Schilling verlangt hatte, haben wir dann doch noch ein passendes Motorrad gefunden. Ich habe mich sogar etwas versteckt, damit der Fahrer mich nicht sofort sieht und den Preis nach oben haut :D Naja, der Typ war aber echt nett & hat sich nett mit uns unterhalten, so wie das halt auf einem Motorrad funktioniert, mitten auf dem Highway :D ich durfte natürlich wieder in der Mitte sitzen ;D Ich hätte zu gerne gesehen, wie das aussah :D Bestimmt total lustig! .. War aber mal wieder eine coole Fahrt und der Fahrer meinte immer wieder „This is Africa, welcome!!“ und ist durchs nächste Loch gerast :D Dabei habe ich dann meinen Kuli verloren, aber hey :D
Naja nun bin ich dann doch heil zu Hause angekommen! Morgen wird das dann nochmal so gehen & am Mittwoch meine Emily soll ich dann alleine fahren. Also vorstellen kann ich mir das noch gar nicht. Da würde ich ja lieber einfach mit dem Fahrrad auf eigene Faust alleine losfahren, als mich irgendwie mit den Matatusystem vertraut zu machen :D Aber „I will get used to it“ :D Auch so ein Standartspruch! :D Mal sehen wann .. Aber ich freue mich schon darauf, wenn ich solche Dinge ganz selbstverständlich alleine meistern kann! ;D
Total fertig könnte ich jetzt eine Runde pennen, irgendwie war der Tag echt anstrengend, obwohl ich nicht viel gemacht habe. Aber so viele Eindrücke sind zu verarbeiten, dass macht einen einfach nur endlos fertig :D
Also, ich melde mich, wenn es was Neues zu berichten gibt!
Kwaheri, eure Fariha! (:

Montag, 26. August 2013

Das Jahr beginnt .. in Nakuru!



Jambo! :)
Nun bin ich schon einen Tag bei meiner Gastfamilie!
Am Freitag, den 23. August, sollten die Gastfamilien im State House Girl High School ankommen, da es für sie auch ein Seminar gab. Ich hatte gedacht, dass bestimmt mein Gastvater kommt, da er sowieso in Nairobi arbeitet & nur am Wochenende zu Hause ist. Naja, falsch gedacht :D Wir waren alle schon total aufgeregt und konnten beim Frühstück gar nichts essen..  da kamen dann auch schon die ersten Familienmitglieder und haben ihre neuen ‚Kinder‘ begrüßt. Wir hatten dann zum letzten Mal Kisuaheli Unterricht, was nicht sehr viel Sinn gemacht hat, da wir alle nur über die bereits anwesenden Gastfamilien gesprochen hatten..
Kurz vor dem Mittagessen hat mich dann eine Frau begrüßt, bei der ich dachte, dass sie meine Gastmutter Emily ist .. – falsch gedacht :D Es war Jane von meinem Projekt Cherish Foundation. Sie hat mich gleich herzlich umarmt und dann haben wir uns beim Mittagessen ein wenig unterhalten. Es stellte sich heraus, dass meine Gastmutter nicht kommen konnte.. deshalb ist sie dafür gekommen.
Wir Freiwilligen haben dann das Abendessen mitvorbereitet, es gab dann aus jedem Land eine Spezialität. Wir Deutschen haben zum Beispiel Kartoffelsalat, Fleischbällchen und Pudding gemacht. Es gab aber auch noch andere leckere Sachen, wie zum Beispiel Hamburger aus den USA! :D Wir haben Abends dann alle richtig schön reingehauen, mit dem Gedanken, dass es demnächst ein ganzes Jahr nur noch Ugali geben wird! .. :P
Die Vertreter der Gastfamilien oder Projekte haben dann die Nacht auch in Nairobi verbracht, um dann mit uns gemeinsam am nächsten Morgen nach ‚Hause‘ zu fahren!
Ich bin um 6 Uhr aufgestanden, damit ich um 7 Uhr fertig bin. Mal wieder hab ich gewartet, bis ein Auto mich mitnimmt bis zu dem Ort, wo die Gastfamilien/Projekte geschlafen haben. Um 8 Uhr sollte ich da sein, war dann aber um 9 Uhr dort… obwohl es nur 5 Minuten entfernt war  ;) Zu Fuß wäre ich schneller gewesen, sogar mit dickem Koffer und Rucksack! :P
Jane & Ich wurde dann zu einer ‚Bushaltestelle‘ gebracht, wo wir dann ein Ticket gekauft haben für die Nummer 10 nach Nakuru. Als wir dort standen, war noch nicht mal Nummer 1 da. Naja, nach drei Stunden und einer Tasse Chai später, ging es dann auch endlich los nach Nakuru. Die Nummer 10 war es dann doch nicht, die wurde uns vor der Nase weggeschnappt. :P Haben dann irgendein anderes Matatu genommen, wo der Preis viel billiger gewesen wäre.. Blöd gelaufen!
Die Fahrt nach Nakuru war echt schön. Wir haben ungefähr drei Stunden gebraucht, man kann es auch in 2 schaffen oder in 4 Stunden :P .. auf dem Weg dorthin war eine echt wunderschöne Landschaft. Ich habe viele Zebras gesehen und Büffelherden und und und .. trotz der schönen Aussicht bin ich auch kurz mal eingenickt. Somit verging die Zeit auch total schnell .. Kurz vor Nakuru, habe ich dann auch schon den Lake Nakuru gesehen, als wir gerade einen Berg runtergefahren sind. War echt cool. Bin schon gespannt, wann ich das erste Mal dort sein werde..
Jane hat zwischen durch immer mit meiner Gastmutter telefoniert, die irgendwie immer noch keine Zeit hatte mich abzuholen. Sie hatte irgendwie Unterricht bis um 5 Uhr und ihre Lehrerin ließ sie nicht gehen ..
Wir sind in Nairobi um 12 losgefahren und kamen ungefähr um 15 Uhr an. Ich bin dann also erst mal mit meinem Gepäck zu Jane nach Hause. Wir sind in so einem Tutut? Oder tutu? .. auf jeden Fall war es ein Motorrad mit drei Rädern gefahren, ganz schön wackelige Angelegenheit. Bei Jane zu Hause hat mich ihr kleiner Sohn begrüßt und ihr Son in law :D oder Brother? Ich hab das nicht ganz verstanden. Er sah noch so jung aus, aber Jane sieht glaube ich älter aus, als sie wirklich ist, da ihr Sohn so klein ist. Vielleicht ist der aber auch älter. Keine Ahnung!  ;)
Dort habe ich dann mal wieder einen Chai bekommen und etwas zu Essen. Wir haben dann zusammen kenianische Musik gehört und danach eine DVD von kenianischen Comedians, die sich immer über die aus Nigeria lustig gemacht haben ..
Jane ist echt total nett, sie meinte sofort, dass ich nun zwei neue Mamas habe, sie und Emily, meine Gastmutter. Jane hat mir dann erst mal wertvolle Tipps geben, in Sachen Heirat usw. :D Ich soll mich ja vor den kenianischen Männern in Acht nehmen. :D Ebenso soll ich nicht mit zu viel Geld rumlaufen, aber das waren alles Dinge, die ich vorher auch schon wusste und eigentlich selbstverständlich sind.
Irgendwann um 19 Uhr oder früher/später.. ich weiß es gar nicht mehr genau. Hier in Kenia hab ich das Zeitgefühl völlig verloren. Eine Uhr braucht hier keiner :D
Naja als Emily dann kam, wusste ich erst gar nicht ob sie nun meine Gastmutter ist oder nicht, sie kam einfach rein und hat mich begrüßt, hätte ja auch sonst wer sein können. Naja, sie war es dann doch :D Bei einem Chai haben sie und Jane Geschichten über meine Vorgängerinnen erzählt & mir gesagt, worauf ich achten soll .. Der Tag war echt anstrengend und all‘ die neuen Eindrücke und der Fakt, dass ich nun hier in Nakuru für ein Jahr leben werde haben mich unglaublich müde gemacht. Ich wollte einfach nur ins Bett und alleine sein. Naja, Emily ist dann mit mir in die Stadt gefahren, um dort ihre Schwester zu besuchen, die etwas an den Beinen hatte, die haben wir dann danach auch noch nach Hause gebracht. Ich wusste immer nicht genau, was genau passiert und dachte schon, als wir bei ihrem Haus waren, dass dies nun mein zukünftiges Zuhause sein wird. Naja, war‘s dann doch nicht, da wir dann wieder gefahren sind.
DANN sind wir aber endlich bei meinem neuen ‚Zuhause‘ angekommen. Dort haben uns die Nachbarskinder das Tor geöffnet, damit wir mit dem Auto reinfahren können. Ich hab schon überlegt, wer von denen Kim, meiner neuer kleiner Bruder ist .. naja, war dann keiner von denen! :D In der Wohnung angekommen, hab ich erst mal meinen Gastvater Eric begrüßt, danach Kim.. ich hab mich dann erst mal geduscht und danach habe ich etwas gegessen. Es hat sich dann heraus gestellt, dass ich mir das Zimmer mit Eric und dem Hausmädchen Caro teilen werde. In dem Zimmer stehen drei große Betten, mein Koffer passt gerade so rein .. das wars dann wohl mit der Privatsphäre. Naja, es gibt ja noch eine Toilette, die kann man aber nicht abschließen. Mist! Sie ist aber total sauber und man kann sich auf die Kloschüssel setzen. Da hab ich mich gefreut, ebenso war die Dusche warm.  ;)
Naja, überfordert wie ich war bin ich dann ins Bett und habe bis um halb neun geschlafen. Die anderen waren schon so um sieben Uhr wach oder so. Gefrühstückt haben wir dann um halb zehn ..
Heute ist Sonntag und das Hausmädchen ist nicht da & der Vater ist auch irgendwie verschwunden. Vielleicht ist er schon wieder auf dem Weg nach Nairobi, da morgen bestimmt wieder die Arbeit anfängt. Ich werden erst am 2. September anfangen zu arbeiten.. momentan ist die Schule noch zu. Naja, das heißt, dass ich nun eine Woche erst mal hier in Nakuru rumgammeln werde.. Mal sehen wie das wird, wenn Kim in der Schule ist und Emily eventuell auch arbeiten geht oder wieder Unterricht hat. Dann bin ich wohl alleine ..      
Ich werde höchstwahrscheinlich die Kinder der Class 1 unterrichten. Ich hoffe nur Englisch .. eigentlich wollte ich ja gar nicht unterrichten, aber was soll man machen. Ich hoffe, dass ich auch zu einigen Hausbesuchen mitkann.. Ich bin schon mal froh, dass Jane so nett ist und ich somit auch keine Bedenken habe, mich bei Problemen bei ihr zu melden.
Heute habe ich dann auch meine Gastgeschenke überreicht, mein Gastbruder hat sich sehr über die Süßigkeiten gefreut, ich glaube der nascht gerne mal, auch wenn die Mama das nicht so will..
Über das Uno Spiel hat er sich auch gefreut, haben es heute schon tausende Male durchgespielt. Er hat mir auch schon ein bisschen Kisuaheli beigebracht und mir ein Buch gezeigt, womit ich gut lernen kann … war eigentlich ganz cool. ;) Aber man merkt, dass ich eine von Vielen bin. Ich weiß gar nicht wie viele Freiwillige hier schon gelebt haben. Aber für die Familie ist das ganz normal. Ich bin noch total unsicher, aber ab jetzt bin ich ein Familienmitglied. Gestern hat mich Emily gefragt, wie lange ich in Kenia bleiben werde. Da war ich geschockt. Ich hab ihr dann gesagt für ein Jahr. Ob sie weiß, dass ich so lange hier wohnen werde? :D .. ohjee. Alles ein bisschen kompliziert!
Der Fernseher läuft hier auch den ganzen Tag, beim Essen, beim Uno spielen, immer.. ich habe heute bestimmt schon drei Filme gesehen. :D Sonst gibt’s nichts zu tun..
Ich bin gespannt, wie die Woche wird.. Hoffentlich kann ich bald mal raus in die Stadt. Ich langweile mich jetzt schon. Ich kann es kaum abwarten, bis ich ins Projekt kann .. & ich möchte so bald wie möglich wieder nach Nairobi um mich dort mit den anderen treffen zu können. Jetzt wird es langsam schwer den Kontakt zu halten.. da Internet nicht überall funktioniert. Ich muss raus in den Hof, um ins Internet zu können. Mal sehen, ob das klappt und wann ich diesen Blog Post hochladen kann. Hier im Haus funktioniert auf jeden Fall schon mal nichts. Vielleicht kann ich im Projekt besser ins Internet. Muss ich mal sehen, wie ich das organisiere. :D Organisation ist hier ja ein bisschen anders.. :P
Das nächste Mal melde ich mich, wenn ich im Projekt war! Also bis Baaald =)
Allerliebste Grüße aus Nakuru!
Eure Fariha!   

Donnerstag, 22. August 2013

Arrival Camps in Nairobi



Hallo ihr Lieben! :) 
Nun bin ich schon fast zwei Wochen hier in Kenia.. & ich habe es immer noch nicht ganz realisiert, dass ich nun ein Jahr hier leben werde! Seit meinem letzten Eintrag haben wir vieles erlebt. Die Tage hier in Nairobi waren echt schön & ich bin froh, dass wir Freiwilligen die ersten zwei Wochen gemeinsam verbracht haben. Somit war man nie alleine und konnte die ganzen Eindrücke zusammen verarbeiten.. Am Samstag werden wir dann alle in verschiedene Richtungen aufbrechen..

Finn, Sarah, Marina, Steffi, Lara & ich :)


Am Freitag waren wir bei den ‚Bomas of Kenya‘. Uns wurde erzählt, dass wir in nahegelegene Dörfer fahren und uns dort die traditionellen Tänze angucken werden.  Alle dachten, dass wir uns wirklich in ein Dorf fahren .. falsch gedacht! :D Es war dann doch eine touristische Attraktion. Anfangs waren wir dann etwas enttäuscht, aber es war dann doch ganz schön ;) Wir haben uns dort dann eine Vorführung angesehen, wo verschiedene Tänze dargestellt wurden und danach sind wir dann  weiter und haben uns die ‚Dörfer‘ angeguckt. Es war eine Nachstellung von verschiedenen Volksgruppen Kenias! Am liebsten hätten wir das natürlich alles gerne richtig erlebt und entdeckt, aber wir haben ja noch ein Jahr Zeit .. :P

Marina, Finn, Steffi, Sarah und vorne Anderson :)
 
Am Samstag sind wir dann zu einem nahegelegenen Park gelaufen, dort durfte man nur gegen Geld Filmen und Fotos machen. Es war aber echt schön dort.. obwohl es in Nairobi war, kann man da echt schön spazieren gehen und entspannen. J Wir haben uns dann nach einem langen Fußmarsch eine Ecke gesucht, wo wir dann unsere Mandazis gegessen haben. Seeehr lecker! J typische ICYE Spiele wurden danach auch noch gespielt! Abends ging es dann in die Nairobi Nightlife.. man kann nur sagen, dass es ist ganz anders ist, als in Deutschland..  Man muss es selbst erleben! :D 

Das Highlight war dann am Sonntag, der Trip zu den Ngong Hills. Wunderschön war es dort! Wir sind ein paar Stunden mit dem Bus dorthin gefahren. Alle waren noch ziemlich kaputt von dem Tag davor, trotzdem hat es Spaß gemacht..
Wir sind dort angekommen und haben erstmal etwas gegessen. Wie immer :D ich habe eh das Gefühl, dass wir hier nur am Essen sind! Naja, als dann irgendwem aufgefallen ist, dass wir gar kein Wasser mit haben , mussten wir erstmal auf unser Wasser warten, welches noch extra gebracht werden musste.. :D An dem Tag war es auch richtig heiß. .. Mal wieder mussten wir warten. Daran hat man sich aber schon längst dran gewöhnt & mit den anderen wird es auch nie langweilig! 
Den Weg mussten wir hoch, bis zu dem Baum nach ganz oben. :)
Ein Guide hat uns dann über Stock und Stein gejagt! :D In Deutschland hätten wir dafür erstmal eine Ausrüstung gebraucht und einen Vertrag unterschreiben müssen  :D – nicht so in Kenia! Es hat aber richtig viel Spaß gemacht & die Aussicht war absolut toll. Dort habe ich endlich mal viele Fotos machen können! Wir sind teilweise richtige steile Steinwände hochgeklettert. Das war ganz schön gefährlich. Einmal wollte ich mich an einem Stein festhalten, da ist er rausgefallen. Zum  Glück war das keine Höhe & ich konnte mich noch wo anders festhalten. Ich fand es aber richtig cool :)  
Nur zu empfehlen, dort mal die Wege zu erkunden! Wir mussten uns nur etwas beeilen, da der Guide Angst hatte, dass es bald zu regnen beginnt. Waren dann aber pünktlich zurück und haben dann noch dort etwas gegessen. Irgendwie(!) :D hat man dann vergesse dem Busfahrer Bescheid zu geben, dass wir wieder da sind und so langsam nach Hause wollen. Aber hey! :D Wir mussten dann nur ein paar Stunden auf unseren Bus warten. Es war schon dunkel und wir kamen alle kaputt & fertig zu Hause an. Ich zähl schon gar nicht mehr die Stunden, die wir hier nur mit Warten verbringen. Bis jetzt gefällt es mir noch :) Hakuna Matata und Polepole gilt hier! :D
 Die letzte Woche hatten wir dann wieder Kisuaheli Lessons und verschiedene Einheiten vom ICYE, die sich teilweise sehr mit denen vom VOS geähnelt haben & somit manchmal schnell Langeweile aufkam! Ebenso muss ich sagen, dass ich relativ schnell hier müde werde und es ganz schön anstrengend ist .. von den Kisuaheli Lessons habe ich jetzt nicht so viel mitgenommen, aber passt schon  :D Heute haben wir zum Beispiel ein Stück vorgeführt, war ganz lustig..
Gestern habe ich zum ersten Mal mit Steffi & Finn gewaschen. Erstaunlicherweise waren wir total davon begeistert.. wir freuen uns schon auf unser neues Hobby! :D Dabei kann man sich gut unterhalten und Musik hören. Andererseits ist es auch sehr anstrengend und nicht jeder Fleck geht raus! :) Ich freue mich aber, heute habe ich gleich nochmal gewaschen, damit ich frische Klamotten haben, wenn es dann auf in die Gastfamilie geht! Ich glaube ich wäre total enttäuscht, wenn meine Gastfamilie eine Waschmaschine hat :D Naja, mal sehen. Nach ein paar Wochen werde ich mich bestimmt danach sehnen.
Morgen ist kein wirkliches Programm mehr. Morgens kommen schon die Gastfamilien und haben um 9.00 Uhr ein gemeinames Meeting... Ob Kenya-Time oder European-Time weiß keiner :D Trotzallem müssen wir morgen früh aufstehen..

Wir werden dann das gemeinsame Dinner vorbereiten. Aus jedem Land wird es eine Spezialität geben. Wir Deutschen kochen Spätzle, Kartoffelsalat, Pudding, Kalter Hund usw. . Abends werden wir dies dann gemeinsam mit unseren Gastfamilien essen. Es wird höchstwahrscheinlich nur eine Person kommen, ich denke mal, dass mich mein Gastvater abholen wird, da er hier in Nairobi arbeitet.  Ich bin schon total gespannt & hoffe alles wird gut. Die werden dann auch hier übernachten und am nächsten Morgen werden wir dann alle gemeinsam mit unseren Gastfamilien aufbrechen und nach ‚Hause‘ fahren. Aaaah :D Ich bin schon gespannt, ob meine Familie ein Auto besitzt oder wir mit dem Bus fahren! Ich denke mal, dass wir so 4 Stunden bis nach Nakuru brauchen werden.
Alles ganz schön aufregend..
Ich melde mich dann wieder, wenn ich in Nakuru angekommen bin! :D Ich bin schon so auf mein Projekt gespannt!

Allerliebste Grüße!  

ICYE KENYA!

Mittwoch, 14. August 2013

Ankunft in Nairobi - Chaos, Freundlichkeit & Verwirrung!

Hakuna Matata! :)
Marina, Sarah, Lara & ich :)

Endlich bin hier - in Kenia, für ein Jahr! .. Nun bin ich schon fünf Tage hier & schon so vieles ist passiert ..

Am 09. August ging es mit dem ersten Flieger los nach Cairo. Der Abschied fiel schwer, da man sich kaum vorstellen kann, wie es ein Jahr ohne Familie und die gewohnte Umgebung sein wird. Trotz allem sind wir Freiwilligen, die von Frankfurt aus geflogen sind, heil in Cairo angekommen. Dort haben wir dann auch die anderen Freiwilligen getroffen, die von Berlin aus geflogen sind. Gemeinsam mussten wir dann noch auf unseren nächsten Flieger nach Nairobi warten. Bis dahin war alles gut & es gab keine Komplikationen! ;)

Angekommen in Nairobi waren wir überrascht, dass wir überhaupt dort landen konnten und alles geregelt war. Denn paar Tage vor unserem Abflug kam die Nachricht, dass der Flughafen Jomo Kenyatta Nairobi teilweise abgebrannt ist. Eigentlich hatten wir damit gerechnet, dass unser Flug umgeleitet wird und wir in Eldoret oder Mombasa landen werden!
Nun gut, wir wurden in kleinen Zelten empfangen und mussten uns dort registrieren lassen usw.
Mit Gepäck für ein Jahr ging es dann raus in die eisige Kälte Nairobis :D Damit haben wir ebenfalls nicht gerechnet, dass es SO kalt sei. Momentan ist hier "Winter", tagsüber ist es warm, nur nachts wird es echt kalt.

Somit saßen wir dann nachts um 4 Uhr draußen vor dem Flughafen und haben Ausschau nach einem Schild ICYE KENYA gehalten! .. Unter all den Leuten war keiner mit so einem Schild dabei. Zu Hause in Deutschland wurden wir von unserer Organisation ICJA schon vorgewarnt, dass wir eventuell etwas warten müssen, auch auf andere Freiwillige, die einen anderen Flug gebucht haben. So waren wir alle geduldig und haben uns vor den Flughafen gehockt und gewartet! :D Nach ungefähr 2 1/2 Stunden haben wir uns dann doch dazu entschlossen jemanden anzurufen. Die
Quelle: Lara L.
Warnehmung der Zeit ist in Kenia zwar etwas anders als bei uns, jedoch dachten wir, dass nach 2 Stunden die Grenze überschritten ist.. :D Ebenfalls war uns allen kalt und wir hatten durst... Trotzdem haben wir dies alle mit Humor genommen und die Zeit verging schnell .. Ebenfalls war viel los, nachts am Flughafen & es gab viel zu sehen, .. genauso haben die Kenianer uns beobachtet - Ein Haufen weißer Freiwilliger eingekuchelt in Schlafsäcken & dicken Pullis vor dem Flughafen mit seeeehr viel Gepäck! :D

Naja, in Deutschland angerufen beim ICJA wurde uns nur gesagt: ''ooops, Verwirrung. Ich organisier das mal kurz'' :D Darüber können viele noch heute lachen .. Jedoch hat dann der ICJA den ICYE in Kenya benachrichtig und es stellte sich heraus, dass sie dachte, wir würden erst einen Tag später ankommen. Kann ja mal passieren. Als dann jemand kam mussten wir nur noch auf unsere Transportmöglichkeiten warten, die erst noch organisiert werden mussten .. schließlich wurden wir dann endlich so gegen 9 Uhr morgens zu unserer Unterkunft gebracht. Alle waren totmüde, jedoch fanden es alle noch sehr amüsant. :)
Unser Taxifahrer hatte einen interessanten Fahrstil, vom Flughafen raus, haben wir dann auch gleich mal zwei Giraffen gesehen, die in der Nähe gegrast haben .. alle haben natürlich wie wild geschrien. Typisch Touris :D Der Taxifahrer hat sogar angehalten, damit wir weiter schreien können .. seeehr nett! :PP

Das Erste was mir hier aufgefallen ist, war die Freundlichkeit der Menschen. Alle sind total nett und zuvorkommend. Jedoch weiß man noch nicht genau, wie man damit umgehen soll & ob sie nur so sind, da man weiß ist .. ;) Trotzallem habe ich mich sofort hier wohlgefühlt ..

Dort haben wir unsere Zimmer!
Wir sind hier in der State House Girls High School untergebracht, irgendwo hier in der Straße soll auch der Präsident wohnen .. wuhu! Wir werden hier zwei Wochen sein und uns auf das kommende Jahr vorbereiten. Viele Themen hatten wir schon auf unseren VOS in Deutschland, jedoch sieht man manche Dinge, jetzt hier vor Ort, ganz anders & aus einer anderen Perspektive..

Ebenfalls haben wir 10 Tage davon Kisuaheli Unterricht bei Collins (den Nachnamen konnte ich mir nicht merken) .. er ist sehr speziell. Aber lustig. :D Manchmal fängt er plötzlich an zu singen oder zu tanzen, sehr amüsant! Ich hoffe, ich werde die Sprache schnell lernen, sodass ich mich ausreichend mit den Kindern in meinem Projekt unterhalten kann.

Hier in Kenia läuft alles etwas chaotischer & langsamer .. dies haben wir alle bei unserem Kauf von SD Cards und Internet Stick bemerkt! Oft läuft man von Shop zu Shop und keiner hat so wirklich eine Ahnung, wie was gemacht werden muss :D Momentan bin ich noch begeister von der Gelassenheit der Kenianer! Da ja am Ende immer alles irgendwie klappt und funktioniert. Hier ist eben nicht alles so durchorganisiert wie in Deutschland ;) Auch mal eine schöne Erfahrung!

Heute waren wir bei der Botschaft, der Besuch war auch umsonst, da keiner wusste, als wir schon dort waren, was wir denn genau hier sollen :D naja, ein Gutes hatte es. Wir sind zum ersten Mal Matatu (Minibus) gefahren (ich liebe es, wie Achterbahn fahren! :D ) & durften sogar bei der Botschaft die Toilette benutzen .. - das war ein Luxus! :)

Das untere ist mein Bett für die nächsten zwei Wochen! ;)
Ich bin schon gespannt auf die nächsten Tage!

Allerliebste Grüße aus Nairobi.

Bis Bald, eure Fariha! :)