Samstag, 29. März 2014

Wo ist nur die Zeit geblieben...

Hallo ihr Lieben :)

Ich melde mich mal wieder aus dem schönem Kenia, mein neuer Wohnort seit schon fast acht Monaten! Es ist unglaublich, aber die Zeit vergeht hier mega schnell. Vor allem seit meinem letzten Eintrag. Ich weiß gar nicht genau wovon ich berichten soll...

Also mein beads Projekt läuft recht gut. Die Kinder sind motiviert & lernen echt schnell. Jedoch hat uns ein netter Pastor letztens einen strich durch die Perlen gemacht. Ich kam eines Tages gut gelaunt zur Arbeit und bin in meine Klasse um alle zu begrüßen. Alle sind auf mich zu gerannt und haben mir versucht die armbänder auszuziehen... sie haben mir von dem Pastor erzählt, der eine Nachricht von Gott erhalten hat, dass die Perlen - armbänder vom Teufel besessen sind. Jesus hatte auch noch eine wichtige Rolle dabei. Ich weiß gar nicht was die Kinder mir alles erzählt haben, ich war einfach nur geschockt, als ich gehört habe, dass sie ihre armbänder weg geworfen haben. Ich dachte ich höre nicht richtig...
Ein Kind ist sogar mit der Bibel auf dem Schulhof rumgerannt und meinte es würde drin stehen, das Perlen armbänder eine große Sünde sind. Völliger Blödsinn meiner Meinung nach.

Nachdem Tag bin ich dann erstmal zum massai Markt, um meinen Freund, der mit mir die Kinder unterrichtet, diese wahnsinns Geschichte zu erzählen.

Als ich mit berichten fertig war, haben sich alle über diesen gewissen Pastor, der mit Gott geredet hat, aufgeregt. Ein etwas älterer Herr hat mir dann erzählt, dass damals Missionare nach Kenia kamen und alles was mit ihrer Kultur zutun hat mit dem Teufel in Verbindung gebracht haben. Damit die Menschen ihrem glauben überwechseln und ihre Kultur vernachlässigen... heute jedoch wissen viele das es gut ist seine Kultur am Leben zu halten und sie nicht verleugnet.

Diese typischen massai armbänder sind Teil der Kultur und manche sind noch im glauben, dass es falsch ist und man vom Teufel besessen wird, wenn man diese Dinge trägt.
Der ältere Herr hat mir klar gemacht, dass der Pastor nicht genügend gebildete ist und total gegen seine Religion handelt. Ebenfalls macht er den Kindern damit keinen gefallen, da es für sie gut ist mehrere Fertigkeiten zu lernen....
Ich hatte ein Sehr interessantes Gespräch mit diesem Mann, der mir von seiner Arbeit mit Straßenkinder erzählt hat, was mich Sehr beeindruckt hat.. als ich ihn dann nochmal getroffen habe hat er mir mehr von seiner Arbeit erzählt und wollte wissen ob ich Interesse hätte mit ihm zusammen zu arbeiten... ich könnte Workshops mit den Kindern machen und zum Beispiel das mit den armbänder weiterführen.. ich musste ihm zu seinem erstaunen erstmal klar machen, dass ich erst 18 bin & wieder zurück muss um zu studieren. Er meinte es wäre immer gut Freunde zu machen und er seie sich sicher, dass ich zurück kommen würde und dann könnte ich nach der Uni bei ihm arbeiten oder einfach so kommen, er will mich und meine Freunde dann rum führen. Ich bin nun seine daughter, so hat er mich jeden falls jeden vorgestellt. Haha :-D

Nagut. Das beads Projekt habe ich aufgrund der Teufels erstmal für eine Woche ruhen lassen. Ebenfalls war Robert zu Sehr beschäftigt, um zum unterrichten zu kommen..
Nächste Woche versuchen Wir es auf ein neues und schauen ob die Kinder immer noch in dem Glauben sind..

Letztens hatte ich in einer mall einen jungen Mann getroffen, der sich an mich erinnert hat. Ganz am Anfang war ich mit den Kids auf einer internationalen Schule, da sie dort ihre Akrobatik aufgeführt haben. Das ist nun schon fast fünf Monate her & der Gute konnte sich erinnern, dass ich dabei gewesen bin. Er wollte nämlich sein eigenes Projekt starten und den Straßenkinder Suppe organisieren und Kontakte knüpfen um waisenhäuser zu finden, die Kinder aufnehmen würden. .. da ich weiß bin und somit erwartet wird, dass ich superschlau bin und tausend Kontakte habe, hatte er mich angesprochen und wollte meine Hilfe.
Schon lustig, dass ich in den letzten Tagen gleich zwei Personen treffe, die mit mir zusammen arbeiten wollen.. mal sehen Wie sich das entwickelt!!

Ja dann hatte ich auch noch eine kleine Auseinandersetzung mit dem Direktor und alles war ein bisschen sehr verrückt.. es ging soweit, dass er uns Freiwillige hinter unserem rücken rauswerfen wollte. Zum Glück haben sich alle beruhigt und ich kann bleiben. Dieser Konflikt hat mir gezeigt Wie verschieden Wir doch eigentlich sind und kleine kommunikationsprobleme sehr großen schaden anrichten können...
Manchmal muss man einfach seinen Mund halten und alles über sich ergehen lassen, da man mit manchen Menschen nicht normal reden kann und sie ihre Meinung auch nicht so einfach ändern. Hier in Kenia ist der Mann eben nun mal der Boss und wenn man da eine Frau ist und dann auch noch jünger, dann hat man sowieso nichts zu sagen. Aber gut. Das will ich nicht weiter ausbreiten. Jetzt ist alles in Ordnung und ich führe meine Arbeit einfach mit den Kindern weiter! ..

Sonst geht es mir Wie immer Sehr gut hier und ich liebe die Kinder!! Momentan ist das schlagen bei uns in der Schule Sehr schlimm und ich werde immer wütender mit dieser Methode. Am Anfang habe ich es noch akzeptiert und wusste ich kann nichts daran ändern. Aber in letzter Zeit ist es einfach zu viel geworden und die Kinder werden regelrecht zusammen geschlagen. Es ist einfach grausam und ich überlege Wie man den Lehrern klar machen kann, dass es sinnlos ist und keines Wegs in irgendeiner Weise die Kinder zum Lernen motiviert und sie diszipliniert.... die Kinder haben keinen Respekt, sie haben nur Angst geschlagen zu werden. Ebenfalls lernen sie somit, dass schlagen eine Konfliktlösung ist... da brauchen sich die Lehrer nicht wundern wenn die Kinder sich in den Pausen prügeln... dafür werden sie ebenfalls zur Strafe geschlagen, mit einem holzstock oder einem Gummischlauch..
Ich kann über diese Methode nur den Kopf schütteln und wünsche den Kindern, dass es bald aufhört. Dafür muss es aber die Meinung der Menschen geändert werden, denn sie verstehen es einfach nicht und finden es total normal. "Thats kenya, we have to beat them. They will not listen to us" ... traurig ist, dass es ein Gesetz  ist, dass das schlagen in Schulen verbietet...tja juckt hier nicht so wirklich jemanden.
Ich glaube wenn die Lehrer genügend alternative strafen gelernt bekommen & sehen, dass es ebenfalls oder sogar noch besser klappt, könnte man langfristig was ändern. Würde das schulklima ebenfalls verbessern sowie die Schüler Lehrer Beziehung... viele Dinge die man ändern will, aber schwer ist, es durchzusetzen..

Für alle die es noch nicht wissen, ich habe mir letztens in Nairobi ein nasenpiercing stechen lassen. Hehe! Das musste einfach mal sein. ;-)

Demnächst kommen meine Eltern und ich freue mich schon so Sehr darauf. Yeah! Besonders auf meinen Bruder. Liebe grüße an euch an dieser Stelle!!! ;-)

Ganz liebe grüße
Eure Mwende
♡

Ps. Ich lade & schreibe meine Einträge mit meinem Handy. Sorry also für irgendwelche Fehler. Ich habe keine Lust alles nochmal durchzulesen und zu korrigieren. Haha. Habe aber auf genügend Absätze geachtet..:



Montag, 24. Februar 2014

Zwischenbericht

Hier mein Zwischenbericht für ICJA! Vielleicht auch interessant für euch! Melde mich bald wieder mal mit Fotos! :)

Zwischenbericht – Halbzeit!  

Es ist kaum zu glauben, doch ich lebe und arbeite schon ein halbes Jahr hier in dem wunderschönen Nakuru! Die Zeit vergeht rasend schnell und wenn ich zurück blicke habe ich in diesen sechs Monaten schon so viele spannende Sachen erlebt, dass ich mich umso mehr freue, dass ich noch genau sechs weitere Monate vor mir habe!  

Ich fühle mich noch immer sehr wohl in meinem Projekt Cherish Exchange Foundation. In letzter Zeit gab es viele Neuerungen, es wurde ein weiteres Office für den Direktor gebaut, zwei weitere Klassenräume errichtet und die Klassenzimmer werden gestrichen. Es wurden ebenfalls neue Lehrer eingestellt, ein neuer Unterrichtsplan erstellt und die Klassen soweit es geht in eigene Klassenräume gebracht. Da zuvor mehrere Klassen in einem Klassenraum waren.

Ich unterrichte Class 3 mit einer anderen Lehrerin, das gefällt mir sehr gut, da die Klasse überschaubar ist, ich sie sehr gut kenne, da ich letztes Jahr ebenfalls mit den Kindern zusammen gearbeitet habe und ich nicht alleine bin! Ebenfalls ist es für mich ein gutes Alter, da die Kinder relativ gut Englisch verstehen und ich nun auch in der Lage bin einige Sachen in Kiswahili zu sagen.
Es macht einfach unglaublichen Spaß mit den Kids und ich habe sie alle total in mein Herz geschlossen, jedoch ist es dann manchmal schwierig, da ich manchmal nicht die Lehrerposition einnehmen kann, da ich mit den Kindern so gut klar komme, wir Witze machen und die Kinder genau wissen, dass ich sie nicht als Bestrafung schlagen werde. Da ist es dann doch gut, dass ich nicht ganz alleine bin & dem Unterricht nur assistiere!

Ich helfe mit die Aufgaben zu korrigieren, Hausaufgaben aufzugeben und allgemein dem Lehrer unter die Arme zu greifen.
Nach so langer Zeit kennt man nun jedes einzelne Kind und weiß auf welche man mehr Acht geben muss, welche mehr Zeit brauchen und welche noch zusätzliche Aufgaben benötigen!

Was mir besonders gut an meinem Projekt gefällt, sind die viele Freiwilligen. Ich bin zwar die einzige von ICYE die hier in Nakuru lebt, jedoch kommen zu Cherish oft Freiwillige von Projects abroad oder anderen Organisationen. Man lernt so viele liebe Menschen aus anderen Ländern kennen und es ist immer etwas los. Momentan sind zwei Freiwillige dabei das Office und alle Klassenräume zu streichen. Wir anderen sind in den Klassen verteilt und unterrichten. Viele sind aber nur für kurze Zeit hier und gehen nach paar Wochen wieder!

Ich bin die einzige, die ein Jahr hier ist. Jessica aus Amerika ist acht Monate hier und ist somit diejenige mit der ich am meisten Zeit bei Cherish verbringe!
Wir beide haben gemeinsam die Schule gestrichen und wollen nun das Projekt Armbänder starten. Es gab schon eine Gruppe Kinder, die in der Lage waren die typischen Perlenarmbänder anzufertigen, damit sie dann Cherish zu Gute verkauft werden können. Jedoch ist es seit dem wir hier sind nicht weitergeführt worden und viel Gewinn haben die Armbänder auch nicht gebracht, ebenso fehlen Materialien und jemand der das Projekt in die Hand nimmt! Wir wollen also demnächst das Projekt wieder neu auffrischen und mehr Kinder unterrichten und ihnen beibringen, wie man verschiedene Arten von Armbändern machen kann. Eventuell werden wir dann welche in Amerika und Deutschland verkaufen, da wir dort mehr Geld einnehmen können und viele Leute noch etwas dazu spenden, wenn sie wissen, dass es für einen guten Zweck ist!

Ich habe mich dann hier in Nakuru auf dem Massai Markt bei einem jungen Mann erkundigt, ob er mir das beibringen kann und eventuell als Freiwilliger zu Cherish kommen möchte, um die Kinder zu unterrichten. Glücklicherweise hat er zugestimmt und kommt nun nächste Woche vorbei! Ich bin auch schon total dabei Armbänder zu machen und es macht so viel Spaß und ich freue mich schon mit den Kindern gemeinsam das Projekt zu starten.
Neben den Akrobatik-Talenten können wir nun auch die kreativen handwerklichen Kinder fördern und unterstützen. Somit bin ich nun in letzter Zeit jeden Tag nach der Arbeit zum Massai Markt um Unterrichtsstunden zu nehmen.

Man macht hier relativ schnell Freunde und es ist immer sehr amüsant! Viele Touristen gucken verwirrt, wenn sie mich als Weiße hinter dem Shop Armbänder machen sehen. Ich hatte auch schon meinen ersten Auftrag und habe einer Freundin einen Ring gemacht! Die Menschen dort sind alle unglaublich lieb und lustig, dass sie mir einfach beibringen Armbändern zu machen und somit ihre Zeit dafür opfern, finde ich bemerkenswert. Sie sind alle immer sehr interessiert und wir reden viel über die Unterschiede Deutschlands und Kenias! Dann bringe ich ihnen auch ein paar deutsche Vokabeln bei, damit sie bei den nächsten deutschen Touristen punkten können. Im Gegenzug lerne ich Kiswahili und habe auch sofort einen afrikanischen Namen bekommen „Mwende“!

Mir kann es also gar nicht besser hier gehen und ich bin unglaublich froh, dass ich diese Chance bekommen habe! Mein Alltag sieht hier immer anders aus! Ich stehe morgens auf, gehe zur Arbeit, unterrichte, verbringe Zeit mit den Kindern und bleibe meistens nach der Arbeit noch mit den anderen Freiwilligen in der Stadt oder ich treffe mich mit meinen kenianischen Freunden.
Es ist immer was los und man mach Bekanntschaften. Es macht unglaublichen Spaß sich mit den Kenianern über die verschiedensten Themen zu unterhalten, doch viele denken immer noch, dass alle Weißen reich sind und das Leben in unseren Ländern so viel einfacher ist und wir keine Sorgen und Probleme haben. Ich versuche ihnen dann immer klar zu machen, das wir nicht alle Geld im Überfluss haben und für sie es auch nicht von heute auf morgen einfacher wird, wenn sie nach Deutschland kommen. Jedoch gibt es einfach hier in Kenia das Problem, dass viele keinen Job finden, obwohl sie zur Uni gegangen sind. Viele junge Leute werden dann Matatufahrer oder haben einen Job als Popcornverkäufer oder verdienen ihr Geld mit dem Verkauf von Massai Schmuck. Es sind gebildete Leute, jedoch bekommen sie keine Chance für einen Job den sie gelernt haben und haben nicht das Geld, um in ein anderes Land zu gehen.
Trotz allem sind die Kenianer so stolz auf ihr Land und sind stets gut gelaunt und zufrieden mit dem was sie haben. Davon kann man sich auf jeden Fall eine Scheibe abschneiden!

Ich freue mich unglaublich auf das nächste kommende halbe Jahr & bin schon gespannt, was mich alles noch erwarten wird! Kenia ist voller Überraschungen!    

Allerliebste Grüße, Fariha

Sonntag, 16. Februar 2014

Und da waren es nur noch neun..

Liebe blogleser!

Es ist mal wieder lange her, dass ich mich gemeldet habe. Es ist auch so einiges passiert in letzter Zeit!

Anfang Januar hatten Wir unser mid Term camp in Nairobi. Es war Sehr interessant die Erfahrungen und Erlebnisse der anderen freiwilligen zu erfahren und sich auszutauschen. Ebenfalls war unser Visum ein heikles Thema dieser Tage. Wir alle sind mit einem touristenvisa für drei Monate hergekommen, welches Wir einmal verlängert haben. Ein weiteres mal geht das aber nicht und deswegen wurde für uns die work permit beantragt, damit Wir bis August bleiben können. Aufgrund neuer Gesetze kostet diese aber nun 200 000 Schilling pro volunteer. Das sind so knappe 2000 Euro! Kann natürlich keiner bezahlen. ICYE & ICJA haben alles mögliche bs zum Schluss versucht und es waren drei harte Wochen voller Ungewissheit und wirren Gedanken nun bald den Koffer zu packen und nach Hause zu fahren.. ich war schon dabei abschiedsgeschenke zu kaufen und hatte mich gedanklich auf Deutschland eingestellt. Gehen wollte ich aber auf gar keinen Fall & habe bis zum Schluss noch Hoffnung gehabt.

Paar Tage bevor ich mich mit meinem Koffer Richtung Nairobi aufmachen wollte, kam die Nachricht, dass Wir nun das Visa class I bekommen können, welches nur 5000 ksh. kostet. Da das aber einen Monat dauert um zu beantragen usw mussten Wir für einen Spezial pass bezahlen, dadurch konnten Wir unser Visa für einen Monat verlängern... damit Wir dann hoffentlich das Visa class I bekommen.

Das ganze hin und her war für alle nervenaufreibend. ICJA hat uns dann freigestellt ob Wir für den einen Monat spezial pass bezahlen wollen oder nach Hause fliegen. Ich habe natürlich gesagt, dass ich bezahle und hier bleibe. Dank meiner weltwärts Förderung musste ich nicht viel für das Jahr bezahlen und ch wollte diese Chance und mein Jahr Kenia nicht bei der ersten strapaze aufgeben und nach Hause gehen.

In den sechs Monaten habe ich mich hier so gut eingelebt, Freundschaften geschlossen und meine Kinder im Projekt zu Sehr ins Herz geschlossen, als dass ich einfach von heute auf morgen gehen könnte.

Sechs Freiwillige haben sich aus unterschiedlichen gründen dazu entschieden, ihren Freiwilligendienst nach sechs Monaten abzubrechen und Kenia zu verlassen. Nun sind Wir nur noch neun deutsche von ursprünglichen fünfzehn!!

Da meine Eltern ihren Flug nach Kenia im April schon gebucht haben, hatte ich in der ganzen Zeit im Hinterkopf, dass ich mit ihnen auf jeden Fall zurück kommen werde, falls ich gezwungenermaßen Kenia verlassen muss. Deshalb habe ich mich dazu entschieden die 120 Euro zu bezahlen, da es immernoch billiger ist als ein Neuer Flug von Deutschland nach Kenia! Ich hoffe alles wird diesen Monat geregelt und ich kann meine restlichen Monate hier genießen ohne daran zu denken vielleicht bald nach Hause zu müssen. Ein weiteres mal würde ich glaube ich nochmal bezahlen, da es Wir gesagt billiger ist als der Flug und ich kann MEIN JAHR KENIA wie geplant zu Ende führen.

Mir geht es einfach wunderbar hier in nakuru und ich bin jeden Tag glücklich, dass ich diese Chance bekommen habe und ich hier sein kann. Momentan bin ch dabei zu lernen, wie man die typischen armbänder aus Perlen macht. Ich habe den Typen vom massai Markt einfach gefragt ob er es mir beibringen kann und jetzt gehe ich fast jeden Tag nach der Arbeit dorthin und mache meine armbänder. Er will demnächst auch zu cherish kommen und den Kindern das beibringen, damit Wir noch eine Einnahmequelle haben. Eventuell werde ich ein paar in Deutschland verkaufen, damit mehr Spenden zur Verfügung stehen.

Trotz dem ganzen visumsstress geht es mir gut und ich genieße die Zeit hier einfach.. ich freue mich schon, wenn meine Familie mich besuchen kommt und ich ihnen alles zeigen kann!

Nun sind Wir nur noch neun, fast die hälfte hat uns verlassen..

Ganz liebe grüße aus Nakuru! :)

Eure fariha / Mwende

(ein lustiger Typ vom massai markt hat mir diesen afrikanischen kamba Namen gegeben) :D so nennen mich dort nun alle!

Samstag, 18. Januar 2014

Rucksack auf - ich bin dann mal weg II

MOMBASA

Die schönste Reise ging nach Mombasa! 

Silan, Lara, Steffi und Ich haben uns nach dem Sportsday mit unseren Rucksäcken in Nairobi Town getroffen. Da wir nicht den ganzen Tag überladen durch die Stadt rennen wollten, haben wir uns ganz gemütlich in ein Kino gesetzt und „Catching Fire“ angeschaut. Das war vielleicht entspannend & der Film war genial! 

Danach sind wir dann schnell los zum Bahnhof, da wir Tickets gebucht hatten für den Zug nach Mombasa um 19:00 Uhr! Die gute Pia war ebenfalls auf dem Weg und wir wollten uns dann dort treffen. Wir vier haben uns dann schon mal samt Gepäck in den Zug begeben und uns wurde sofort ein Platz angeboten. Wir hatten dritte Klasse gebucht. Dementsprechend voll & laut war es! Es waren dann nur noch fünf Minuten bevor der Zug starten sollte. Voller Panik, da Pia noch nicht da war & wir ihr Ticket hatten, haben wir uns vergewissern lassen ob der Zug denn normalerweise auch pünktlich los fährt. Die netten jungen Männer neben uns meinten „Jaja“ :D pfhh! Da Pia ohne Ticket nicht durch die Kontrolle kommt, bin ich mit einem Typen, der unsere ernste Lage mitverfolgt hat, zum Eingang gerannt. Ich bin noch nie so schnell gerannt und wäre fast ausgerastet, als Pia nirgends zu sehen war. Ebenfalls ging sie nicht ans Handy und ich wusste nicht wo sie ist.. dann war es eine Minute vor sieben. Ich dachte mir dann tja, schade Pia, warten können wir jetzt auch nicht länger.. Ich bin dann mit ihm zurück, diesmal meinte er „bitte nicht rennen“ :D haha! Die ganze Zeit habe ich versucht bei Pia anzurufen, bis sie irgendwann ran ging & meinte: „Ja wo seid ihr denn? Ich bin schon im Zug“ :D Die Gute hatte sich ganz heimlich durch die Kontrolle geschlichen und ist irgendwie in den Zug gekommen. Zum Glück ist am Ende nochmal alles gut gegangen und die Reise konnte los gehen. Jaja von wegen pünktlich. 1 Stunde später sind wir dann auch mal los gefahren, umsonst der ganze Stress! 

Die Fahrt war seeehr amüsant aber auch mega anstrengend. Normalerweise geht die Fahrt 15 Stunden über Nacht. Schlafen war manchmal bei der Holperfahrt nicht so angenehm und durch ständiges Anhalten, kamen wir dann letzten Endes 20 Stunden später in Mombasa an! Wir waren totgeschwitzt und vollkommen fertig.. 

In Mombasa angekommen mussten wir uns noch mit unserem Gepäck ins Matatu und in die Likoni Fähre quetschen. Nach einem netten Gespräch auf der Fähre (das ganze Schiff hat uns angestarrt, wir waren die einzigen Weißen) waren wir paar Minuten später auf der anderen Seite und somit an der Südküste! Alles ging so schnell, dass Silan gar nicht gemerkt hat, dass sich das Schiff bewegt hat und wir schon da sind. „Wieso geht ihr denn jetzt runter? Hallo? Wo wollt ihr denn hin? „ :D Jaja, upps Verwirrung! :D Relativ schnell haben wir den Weg zu unserem Hotel gefunden. Das war auch das einzige was wir in den ganzen Ferien im Voraus gebucht hatten. Der Rest lief ganz nach dem Motto: Hakuna Matata! :D 

DIANI BEACH

Dort haben wir ganze vier Tage verbracht, mehrmals hatten wir schon unsere Sachen gepackt, da wir gehen mussten, jedoch hat es immer wieder geklappt und wir konnten bleiben. Nach mehreren Aus und Einpacken sind wir dann den Strand wechseln gegangen! 

Am Diani Beach hatten wir ein wunderschönes Cottage, mit eigener Küche und zwei Bädern, sowie großen bequemen Betten. Wir hatten einfach ein kleines Häuschen für uns. Purer Luxus! 

Wir waren jeden Tag am Strand chillen, haben Massai Bekanntschaften gemacht, Tücher geshoppt, mit dem Hotel-Hund einkaufen gegangen (der ist uns einfach überall hin gefolgt & die Leute wussten sofort, als sie ihn gesehen haben, zu welchem Hotel wir gehören), schön gemeinsam Abends gutes Essen gekocht und einfach nur die Ferien genossen! Es waren wunderbare Tage dort und wir hatten viel Spaß! ;) 

FUNZI ISLAND

In den vier Tagen am Diani Beach haben wir einen Tag genutzt und sind zur Funzi Island gereist. Sie war noch weiter südlicher und man musste erst mit einem Matatu, dann mit einem Piki piki fahren, um dann ein Boot zur Insel zu nehmen. :D

Angefangen, dass der Conducteur im Matatu uns zu weit gefahren hat, mussten wir dann mit dem Piki Piki halben Weges wieder zurück, vorher noch von der Polizei angehalten & wurden gefragt, warum wir denn keine Helme aufhaben?! .. Hallo? :D Wer hat denn schon einen Helm auf? Nur weil wir Weiß sind, denken sie, sie müssen jetzt Vorschriften durchsetzen. :D Die armen Piki Piki Driver mussten dann jeweils 200 pro Weiße bezahlen. Viel Gewinn haben sie dann nicht gemacht! Aber gut. Angekommen mussten wir uns ein Boot suchen. Der gute wollte zu viel Geld von uns, da aber nicht regelmäßig Boote zu der kleinen Insel fahren haben wir noch hin und her diskutiert und sind dann rüber gefahren. 

Und da waren wir dann, auf Funzi Island. Eine wunderschöne Insel! Traumhaft schön! Es gibt auf der Insel nur zwei große Hotels! Sonst ist dort kaum Tourismus. Die Leute haben da ganz normal gelebt und wir kamen dort an und wussten erst gar nicht wohin. Ein guter Freund von Vinzenz (ein Mitfreiwilliger aus Österreich, der seine 6 Monate dort verbracht hat) hat uns dann ein bisschen die Insel gezeigt. Waren in einem der Hotels haben sündhaft teure Sodas getrunken und haben uns dann später an den Strand gechillt, um einfach die Aussicht zu genießen. Kurz vorm Verdursten, haben wir uns von einem Kind zu einem Shop führen lassen, um dort erst mal den ganzen Wasservorrat auszutrinken :D Zurück mussten wir dann wieder auf ein Boot warten & sind abends wieder in unserem kleinen Häuschen gewesen! ;)

MTWAPA 

Nun hatten wir genug von dem touristischen Diani Beach, wo wirklich jeder Kenianer deutsch sprechen konnte & wir aufpassen mussten, was wir sagten. 

Pia hat sich dann von uns verabschiedet und ist mit zwei anderen, die ebenfalls in Mombasa waren zurück nach Nairobi.

Silan, Steffi, Lara & Ich haben uns dann auf den Weg nach Mtwapa gemacht! Da wir so gut im planen sind, hatten wir einfach keinen Plan! :D Ich hatte noch mit einem Bekannten aus meiner ehemaligen Schule kommuniziert, da er vor mir ein Jahr in Kenia war und uns somit gute Übernachtungsplätze vorgeschlagen hatte! Das hat nicht ganz so gut geklappt und wir haben uns einfach verwirrt mit unseren vollgepackten Backpackern an den Straßenrand gestellt, bis uns schon der erste Piki Piki Fahrer angesprochen hatte. Der gute Stanley meinte, dass er schon viele Leute, wie uns, zu einem Platz am Strand gefahren hat. Da wir eh planlos waren, haben wir uns aufs Piki Piki gesetzt und sind mit vollem Vertrauen dorthin gefahren. Zum Glück war noch eine kleine Hütte frei und wir konnten dort bleiben. Es war wie ein kleines Dorf aufgebaut „The Beach Africa“. Eine wunderbare Location und direkt am Strand! Totaler Gegensatz zum Diani Beach, der super touristisch war! Hier hatte man seine Ruhe und konnte wunderbar entspannen! 

Drei Nächte haben wir dort verbracht! Sind einmal zum „Jumba la Mtwana“ für einen Tag. Dort haben wir etwas über die Swahili Kultur gelernt und konnten uns Ruinen anschauen, sowie riesen Baobao Bäume besichtigen. Da an dem Tag das Restaurante zu hatte, haben uns die netten Leute vor Ort Chapati und Bohnen organisiert und uns an den Strand gebracht, sodass wir mit toller Aussicht Mittag essen konnten! ;)

Dann haben wir uns auch in Mtwapa umgeschaut, waren abends auf einem wunderschönen mit Öllampen beleuchteten Fischmarkt und haben Hai gegessen! Sowas von lecker!! Ebenfalls ist uns der Sextourismus, der besonders in Mtwapa verbreitet ist, aufgefallen. Wir konnten uns nur aufregen, als wir alte weiße Männer mit jungen Kenianerinnen gesehen haben. Sachen gibt’s ..

BAMBURI – FAIL! :D

Wir wollten dann nochmals den Strand wechseln und haben uns auf nach Bamburi gemacht. Das Matatu hat uns irgendwo rausgelassen und da standen wir dann vor den riesen Luxus Lodgen. :D Nö! Wir wollten eher ein Bett zum Schlafen und das nicht ganz so weit vom Strand entfernt! Wir sind dann erst mal wieder PLANLOS rumgeirrt, nette Menschen wollten uns ein Hostel zeigen. Als wir jedoch gemerkt haben, dass der Strand nicht in der Nähe war & sie uns immer weiter in kleine Straßen geführt haben, wollten wir dann doch nicht mehr..

Also schnell einen neuen PLAN! :D Kurz in den Reiseführer geguckt und dann .. - Auf nach Nyali!

NYALI BEACH!

In Laras Reiseführer stand auch ein Backpacker Hostel, welches vom Preis sehr angemessen war! Aus dem Matatu raus - in Nyali angekommen, haben wir erst mal an einem kleinen Massai Markt alles leer gekauft, damit unsere schon sonst so überfüllten Rucksäcke noch schwerer werden :D

Mombasas Backpackers war sehr nah am Strand, man konnte gut zu Fuß hin laufen! War sehr schön dort, haben wieder nur entspannt, uns leckeres Essen gegönnt  und Tücher gekauft, mal wieder! Upps! Geld war immer so schnell weg in den Ferien!

MOMBASA TOWN!

Bevor wir uns dann wieder auf dem Heimweg machen wollten, da Weihnachten immer näher rückte und wir zu der Zeit wieder in unseren Gastfamilien sein wollten, sind wir nochmals für eine Nacht nach Mombasa Town. 

Dort haben wir die meiste Zeit in Old Town verbracht. Es war einfach wunderschön dort. Riesen Märkte, kleine Gassen mit super vielen schönen Kleidern, Tüchern und Stoffen. Wir haben natürlich wieder zugeschlagen .. :D  In Mombasa ist einfach ein ganz anderes Flair und die Stadt ist orientalisch geprägt. Es gibt viele Inder dort und somit ist das Essen auch sehr lecker dort, da mit vielen Gewürzen gekocht wird! Mir hat es sehr gut dort gefallen! ;)

Als wir einmal bei einem Inder im Shop Gewürze kaufen waren, haben wir ihn gleich gefragt, wo wir denn „Wali wa nazi“ essen können! (Reis in Kokosmilch). Er hat uns dann mit einem Typen losgeschickt, der uns irgendwo weit entfernt in eine Seitengasse geführt hat und wir dann unseren Reis mit Fisch bekommen haben. Ich habe noch nie so unhygienisch gegessen. Da Steffi die ganze Zeit Horrorgeschichten erzählt hat, ist mir nach einiger Zeit der Appetit vergangen. Überall waren Fliegen, tausend abgemagerte Katzen sind rumgelaufen. Der Typ der uns das Essen gebracht hat, hat die ganze Zeit Miraa gekaut und konnte nicht still sitzen. Es war alles schon sehr seltsam dort, aber eine nette Erfahrung. Alle haben uns angestarrt, war bestimmt ein lustiges Bild, wie vier weiße Mädels da Reis und Fisch essen! Danach hatten wir Bauchschmerzen und unser nächstes Ziel war – erst mal eine Wurmkur gönnen! :D

MOMBASA – NAIROBI

Heimfahrt!

Am 21.12.13 haben wir uns abends mit einem Bus auf nach Nairobi gemacht. Den Zug wollten wir uns nicht nochmal geben! Tagsüber haben wir noch in Mombasa gechillt bevor wir dann abends um 21.00 Uhr unseren Bus genommen haben! Das war eine sehr schnelle und angenehme Fahrt. Wir konnten super gut schlafen und die 8 Stunden gingen mega schnell um & schwupps waren wir schon wieder im „geliebten“ Nairobi! :D

Da wir so früh morgens ankamen, haben wir uns erst mal ein Hostel gesucht und entspannt. Die Ferien haben wir dann an dem Tag gemeinsam noch in Nairobi ausklingen lassen, haben uns mit Pia getroffen und Fotos ausgetauscht!

Am nächsten Morgen sind Steffi & Lara früh los. Silan & Ich haben ausgeschlafen, paar Sachen noch in der Stadt erledigt und ich habe mich dann Mittags auch von ihr verabschiedet & bin überteuert zurück nach Nakuru! Wegen Weihnachten hat mich die Fahrt geschlagene 700 gekostet, sonst sind es 300 Ksh! :D Aber okaaaay! Vorher habe ich mir übrigens noch die Wurmkur gegönnt!  

WEIHNACHTEN – ELDORET!
24.12.13 – 29.12.13

Am 24.12.13 habe ich mich mit meinen Gasteltern auf den Weg nach Eldoret gemacht. Mein Gastbruder war schon einige Wochen vorher hin und hat seine Ferien dort verbracht. Auf dem Weg haben wir an verschiedenen Fleischereien angehalten, um das beste Ziegenfleisch zu finden. Meine Gastmutter wollte erst eine lebendige kaufen & meinte ob ich sie hinten mit auf die Rückbank nehmen kann. Leider haben wir keine gefunden und dann doch schon fertig geschnittenes Fleisch gekauft. Das Erlebnis Ziege und ich auf der Rückbank hätte ich gerne erlebt ;D Aber gut!

Die Eltern meiner Gastmama wohnen etwa 20 Minuten mit dem Auto von Eldoret entfernt. Sie besitzen ein kleines süßes Häuschen, haben zwei Kühe, ein Kalb, einen Wachhund inklusive acht Welpen und einen großen Garten. Es gab deshalb immer lecker Bananen, Guaven, Erdbeeren vom Feld. Sowie Gemüse usw. kam alles aus dem Garten & die leckere frische Kuhmilch war einfach genial! ;)

Ich habe die Tage dort sehr genossen. Es gab jeden Tag gutes Essen, leckeres Ziegenfleisch und am 25.12.13 war ich mit dem Bruder, der Schwester, der Mutter (meiner Gastmama) und Kim, meinem Gastbruder in der Kirche! Meine Gasteltern waren nicht mit, sowie der Vater. Keine Ahnung, haben vielleicht nicht alle ins Auto gepasst? Das war das erste Mal, dass ich in Kenia in der Kirche war! & es war sehr interessant. Es wurde viel gesungen, getanzt und gesungen und zwischen durch mal gebetet! Manchmal hatte ich das Gefühl, ich bin auf einer Party! :D

Natürlich kam ich nicht unverschont davon. Die Kirche war einfach ein kleines Wellblechdach-Haus, viele Leute waren nicht dort und ich bin sofort als Weiße aufgefallen. So musste ich dann nach vorne und die Kirche grüßen sowie einfach irgendwas ins Mikro sprechen. Ich habe mich vorgestellt, allen ein schönes Fest gewünscht und schon war der Peinlichkeitsmoment vorbei! :D

SILVESTER – LAKE VICTORIA!

Ich habe mich dann wieder auf Reisen begeben, nach dem wir in Nakuru wieder ankamen. Schnell ins nächste Matatu und ab nach Kisumu. Die anderen haben schon auf mich gewartet und waren länger dort. Die Fahrt war grausam dorthin, die Straße war mega schlecht, ich musste ganz dringend pinkeln, es war heiß, ich konnte nicht schlafen, da mein Kopf ständig gegen das Fenster geknallt ist, als wir durchs nächste Loch gedüst sind und kurz vor Ende hat sich der Junge neben mir übergeben und Kotz-Spritzer sind auf meinem Bein gelandet. – Great! :D

In Kisumu angekommen, habe ich sofort meine weißen Freunde in der Menge leuchten gesehen und wir haben uns sofort in ein neues Matatu gesetzt. Es ging also gleich weiter nach Luanda Kotieno -Irgendwas? .. vergessen! :D Auf jeden Fall sind wir von dort dann mit einer Fähre nach Mbita Point. Eine Nacht dort gepennt in einem wunderschönem billigem Hostel! War echt ein Glücksgriff, von außen sah es sehr ranzig aus! :D War‘s dann aber gar nicht!

Am nächsten Tag ab auf die Fähre und dann los auf die Mfangano Island. Die Insel, die es in sich hat! :D Im Reiseführer stand schon, dass sie völlig abgelegen ist und man total abgeschieden ist! So war es dann auch.. wir waren die einzigen Weißen dort, wie immer! Und es gab da eine Stadt, die mega klein war und nur aus ein paar nebeneinander gereihten Shops bestand. Wir hatten ein sehr ranziges Hostel, welches weit und breit das einzige war! Wir haben uns das alles ein bisschen anders vorgestellt, aber gut..

Unser Silvester Essen war auch sehr genial. Wir hatten Chapati mit Bohnen, beides war in Parafin getränkt & nach einiger Zeit haben wir Käfer in den Bohnen entdeckt & wussten dann was die knacksende Beilage war! Ich habe mich schon gewundert, warum ich immer auf was knuspriges beiße :D Tja, war sehr dunkel da im Hoteli (kleines Restaurant).. ja, danach hatten wir alle Bauchschmerzen! Eigentlich wollten wir uns an den Strand setzen, jedoch war uns das im Dunkeln zu gruselig. Da komische Leute draußen rumliefen und es einfach keine Beleuchtung gab. Es war einfach stockdunkel & Kenianer sieht man ja dann nicht so :D Haben dann also in unserem Zimmer gechillt, Musik gehört & uns dann ganz lustig im Innenhof unseres Hostels ins neue Jahr gedreht! Beobachtet wurden wir dabei auch, aber war uns egal..

Marina & Sarah sind am nächsten Morgen los nach Hause! Steffi, Lara und Ich sind noch eine Nacht geblieben, da keine Fähre an dem Tag mehr fuhr! Wir haben uns dann auf die Suche nach der in jedem Reiseführer aufgelisteten Höhlenmalerei gemacht, jedoch wusste niemand davon auf der Insel. Haben dann Irgendwo in Nirgendwo gepicknickt und obligatorisch Toast mit Avocado und Tomaten gegessen :D Die Leute haben sich bestimmt auch gedacht, warum die Weißen hier gerade an Silvester sind.. das haben wir uns auch öfters gefragt :D

Am nächsten Tag sind wir dann mit einem Boot los, da wir verschlafen hatten und die Fähre schon weg war. Boot ist billiger, jedoch eng und wackelig und mit der Angst verbunden jeden Moment unterzugehen! Wir sind dann noch zu einer anderen Insel und haben gefühlte 100 Tonnen Omena (kleine Fische) Säcke mitgenommen. Das Boot war so was von Überladen! Glücklicherweise sind wir sicher wieder am Festland angekommen!  Auf dem Boot haben wir unsere vorher gekauften Chapati gegessen und ich habe Ameisen drin gefunden, also wir waren am Ende dann auch froh von dieser seltsamen Insel wegzukommen :D Tschüss Mfangano auf nimmer wieder sehen! :D Schön war es dort aber trotzdem und seeehr lustig!  

Auf dem Festland angekommen ging es nach Homa Bay für eine Nacht, haben dort den genialsten Pilau gegessen uns an den Lake Victoria gechillt, mit einem Waisenkind gequatscht und lästige Männer abgewimmelt!

Am nächsten Tag ging es dann nach Kisii! Dort haben wir noch paar Sachen eingekauft, bevor wir uns alle voneinander verabschiedet haben! Als wir alle nochmal auf die Toilette sind habe ich einen Bekannten getroffen, den ich aus East More kenne! War schon sehr lustig, dass ich ihn gerade hier in Kisii treffe, fünf Stunden entfernt von Nakuru! Er war auch gerade auf dem Weg nach Hause, jedoch hatte ich schon ein anderes Matatu gebucht! Im Matatu musste ich noch lange warten, hatte einen netten Sitznachbar, der mich in seine Freundesliste eintragen wollte und mir Kisiis Kultur erklärt hat. Als er gemerkt hat, dass ich genervt aus dem Fenster schaue hatte er es irgendwann aufgegeben und ich habe demonstrativ meine Kopfhörer rausgeholt. Somit war dann die Diskussion ob ich ihm nun meine Nummer gebe oder nicht, auch erledigt :D

So jetzt habe ich alles aufgeholt! Tut mir Leid, aber dies ist nun mein aller längster Eintrag! POLE! :D

Nur noch eine kleine Randnotiz:

Wir haben momentan ein Visumsverlängerungsproblem. Mein Visum läuft nächsten Monat im Februar aus & wenn ich bis dahin nicht meine Work permit bekomme, muss ich das Land verlassen, das heißt nach Hause und aus die Maus mit einem Jahr Kenia oder in ein anderes Land und illegal wieder als Tourist einreisen. Keine Ahnung. ICJA & ICYE Kenya versuchen alles, damit wir hier bleiben können. Ich hoffe es geht alles noch gut aus! Bis Ende diesen Monats weiß ich mehr!  

Allerliebste Grüße! Eure Fariha

Sonntag, 29. Dezember 2013

Rucksack auf - ich bin dann mal weg!

Momentan sind Ferien und ich muss somit nicht arbeiten. Deswegen habe ich mich mit den anderen auf den Weg gemacht um Kenia ein bisschen zu erkunden! Ich werde euch jetzt kurz und knapp von unseren jeweiligen Reisestationen erzählen ;) Hier erst mal eine Häfte, damit es nicht zu viel wird!

29.11.12 – 09.12.12

NAKURU

Da die anderen schon früher Ferien hatten sind sie mich besuchen gekommen. Lara, Steffi, Marina & Sarah hatten davor noch einen Stop in Kericho gemacht. Sie sind dann auch mit mir ins Projekt! Es war Closing Day und sowie so nichts großes zu tun.. es gab lecker Chapati mit Bohnen und die Kinder haben ihre Performances vorgeführt. War echt ein schöner letzter Arbeitstag dieses Jahr! An dem Tag haben wir das Projekt Streichen auch endgültig abgeschlossen!

NAIVASHA

Da wir an Marinas Geburtstag etwas Besonderes machen wollten sind wir gemeinsam morgen Frühs nach Naivasha gefahren, welches eine kleine Stadt zwischen Nakuru und Nairobi ist. Nach knappen zwei Stunden Matatufahrt sind wir in Naivasha angekommen. Schön mit unseren Backpackern auf den Rücken sind wir natürlich gleich aufgefallen und jeder wollte uns zu unserem Camp fahren. Natürlich total überteuert und in einem privatem Taxi. Wir wollten aber den normalen und billigeren Weg und haben uns bei einer Frau erkundigt wie wir denn dahin kommen, während sich die Männer noch darum gestritten haben, wer uns denn nun fahren darf! So etwas ist immer total anstrengend! Im Camp angekommen war es mittlerweile schon dunkel, die Fahrt von der Stadt bis zum Lake Naivasha war noch relativ lang. Somit haben die netten Leute uns dort noch ein Zelt im Dunkeln aufgebaut und wir haben nichts vom See gesehen, dafür war die Überraschung über die Umgebung am nächsten Morgen umso größer! ;)
Die Nacht haben wir dann schön gemütlich Marinas Geburtstag gefeiert mit Kuchen, nicht brennender Kerze und Luftschlangen sowie Tröten! :D   ..Achja, den Abend davor hat mir Steffi gekonnter Weise Chilisoße ins Auge gespritzt, es war die Belustigung am Abend, aber höllische Schmerzen für mich. Ich habe den ganzen Tag geheult, meine Nase hat gelaufen und mein Gesicht hat gebrannt! :D Der Kellner hat sofort dezent die Soße vom Tisch genommen & einen Stapel Servietten hingelegt! Irgendwann bin ich mit ihm in die Küche und hab versucht zu retten, was noch zu retten ist ;D Naja, am nächsten Morgen konnte ich wieder normal gucken!   Am nächsten Tag sollte es eigentlich zu Hells Gate gehen, da uns der Eintritt aber viel zu teuer war und die Frau am Schalter uns nicht glauben wollte, dass wir Volunteers sind und somit den Preis bezahlen, wie die Residents! Jedoch brauch man dafür eine Aliencard, die haben wir aber immer noch nicht, da das alles etwas länger braucht.. total doof war das! Da wir mit Fahrrädern vom Camp bis zum Hells Gate Eingang gefahren sind, haben wir beschlossen einfach mit den Fahrrädern eine Tour zu machen. Wir sind dann anschließend an einen nahegelegenen Lake gefahren, um dort eine Bootstour zu machen. Der Weg mit dem Fahrrad war sehr weit aber genial. Haben viele Giraffen, sowie Zebras und Büffel gesehen. Auf dem Lake haben wir dann bei der Bootstour viele Flamingos sowie Hippos gesehen. Das war absolut genial! ;) Auf den Rückweg mit den Fahrrädern hatte von uns keiner mehr Lust. Wir haben uns dann an einen Straßenrand gesetzt und ein netter Polizist hat uns geholfen einen Bus zu bekommen, der hat dann ganz einfach unsere Fahrräder aufs Dach gepackt und uns gemütlich zum Camp gefahren, das war eine sehr lustige Aktion! :D

NAKURU again!

Am Montag waren wir dann beim Menengai Crater hier in Nakuru! Das war einfach wunderschön dort, wie haben uns Obst mitgenommen und den Tag dort verbracht und entspannt! ;) Es war einfach ein unglaubliches Gefühl an diesem Crater zu sitzen und einfach die Aussicht auf sich wirken zu lassen..

NYAHURURU

Am Dienstag ging es dann gleich weiter nach Nyahururu, um dort die Thomson Falls zu besichtigen! Ebenfalls atemberaubend! Bis dahin waren wir immer wieder abends in Nakuru. Ich habe zu Hause übernachtet und die anderen in einem Hostel in Nakuru! Am Mittwoch mussten dann Sarah und Marina wieder abreisen! Ich habe mich dann also mit Lara und Steffi mit auf Reisen begeben! Da wir einfach keinen Plan hatten, der uns strukturiert durch die Ferien führt, haben wir alles eigentlich immer spontan einen Tag vorher entschieden, was wir machen und wohin wir gehen! Hier in Kenia ist planen sowieso total unmöglich, es läuft immer alles ganz anders wie geplant. Man muss flexibel sein, spontan und manchmal einfach NUR Glück haben, dass es klappt! ;)

NAIVASHA again!

Wir sind dann zu dritt am Donnerstag nochmal nach Naivasha. Haben vorher noch in einem guten Restaurant Nyama Choma gegessen (gegrilltes Fleisch). In Naivasha dann haben wir uns ein Hostel gesucht, ein bisschen in der Stadt umgeschaut und früh am nächsten Morgen sind wir nochmal planlos auf der Suche nach dem See gewesen. Hat alles total viel Spaß gemacht! & wir hatten am Ende auch noch einen schönen Platz am Lake Naivasha gehabt und die Aussicht genossen! Jedoch nicht lange, da wir am gleichen Tag noch weiter nach Nairobi wollten.

NAIROBI

Wir hatten alle so was von keine Lust auf Nairobi. Es ist einfach eine riesen Stadt mit zu vielen Menschen und richtig was machen kann man dort auch nicht :D Jedoch ist es immer so ein Ort wo alle wieder zusammen treffen. Wir mussten jedoch nach Nairobi wegen dem Sportsday von ICYE am Sonntag. Wir hätten diesen Stop gerne übersprungen und wären sofort nach Mombasa gereist! .. aber was will man machen! Mit total Gar-keiner-Bock-Laune sind wir dann also weiter nach Nairobi .. Dort ist mal wieder einiges passiert! Da wir schon am Freitag ankamen, wollten wir abends bei Laras Tante schlafen (Schwester ihrer Gastmutter)! Als Dankeschön, dass sie uns aufnehmen, wollten wir für die Familie kochen und sind deshalb noch einkaufen gegangen! Mit unserem ganzen Gepäck haben wir uns dann auf die Suche nach dem Matatu gemacht. Es war reger Verkehr und Trubel an dem Freitag und die Leute haben sich nur so ins Matatu gequetscht. So schnell konnten wir gar nicht  mit unseren Rucksäcken.. obwohl wir schon länger gewartet haben, haben sich trotzdem Leute einfach vorgedrängelt. So etwas kann ich gar nicht haben, da man einfach nicht voran kommt, man muss sich anpassen und mit drängeln :D -.- Ein Conducteur hat dann gesehen, dass wir nicht klar kamen und meinte das Nächste ist für uns! Er hat dann eins ran geholt und uns geholfen, dass wir auch ja rein kommen! Das Matatu hat natürlich auch einen Conducteur und da der eine von draußen geholfen hat, wollte er Geld von dem Matatu-Conducteur, da er sozusagen beigetragen hat, dass Leute ins Matatu kommen. Da ihn aber keiner darum gebeten hat und in dem Moment auch nicht notwendig war, da ja viele Menschen dort gewartet hatten und so oder so rein gewollt hätten.. gab es dann ein Problem!
Er ist uns dann die ganze Zeit neben dem Matatu hinter her gelaufen und hat mit dem Conductuer diskutiert, dass er doch Geld bekommen will. Irgendwann standen wir bei einer Kreuzung etwas länger, da ist unser Matatu – Conducteur ausgestiegen und hat sich vor unserem Matatu auf der Straße mit dem anderen angemacht und halb geprügelt. Die Autos sind alle stehen geblieben, sowie die Menschen. Also wenn hier etwas passiert, dann geben die Kenianer echt alles beim Gaffen! :D Auf einmal stand eine ganze Menschenmenge um die beiden herum und haben einfach nur zugeschaut, inklusive uns, wie saßen ja noch im Matatu und haben gewartet bis wir weiter konnten. Irgendwann ist der Fahrer ebenfalls ausgestiegen und hat noch seinen Senf dazu gegeben, was natürlich die Lage nicht verbessert hat. Der Typ, der das Geld wollte ist richtig ausgerastet und sah so wütend aus, dass wir in einem Moment dachten, er holt gleich ein Messer unter seiner Jacke hervor. Die Situation war einfach total gruselig und wir hatten kurz überlegt auszusteigen. Da wir nicht wirklich mitbekommen haben, was denn nun das Problem ist, habe ich den Typen neben mir gefragt. Da der aber soooooooo mit gaffen beschäftigt war, wurde mir nur ein abwesendes „Hm?“ zu genuschelt. Toll! Wir waren dann da im Matatu mit den anderen Leuten und keiner hat uns erklärt was los ist. Irgendwann ist dann ein Mann von ganz hinten aufgestanden, ausgestiegen, zu dem Prügelpack hingelaufen, hat irgendwas gesagt, dann einen Schlag ebenfalls noch abbekommen! Dann hat er einfach dem Übeltäter, also dem Typen, der das Geld von unserem Matatu-Conducteur wollte, Geld gegeben, damit er zufrieden ist. So einfach war das dann auch und wir konnten weiter fahren. Also Geld regelt echt alles! & ich bin mir sicher, dass es sich da auch nur um eine kleine Menge gehandelt hat. Trotzdem ist es für die Menschen hier so wichtig, dass sie sogar einen Streit anfangen und sich prügeln. Da hat uns Nairobi mal wieder gezeigt, wie gerne wir doch dort sind :D Nicht! Dafür war dann das Abendessen umso genialer, da wir einfach super geil gekocht haben und uns ordentlich Gemüse gegönnt haben! ;)
Da wir für den Sportsday alle nach Nairobi kommen sollten, hat uns der ICYE Gastfamilien für zwei Nächte zugeteilt! Ich wurde mit Steffi nach Ruai geschickt. Sie hatte bei der Familie schon mal als Übergang gewohnt und kannte sie somit schon sehr gut! Wir haben uns dann am nächsten Tag auf in die Stadt gemacht, um noch ein paar Sachen zu erledigen bevor wir uns von Lara trennen und nach Ruai in die Gastfamilie fahren. Morgens sind wir dann von der Tante los in die Stadt mit einem Bus! Wir hatten unser ganzes Gepäck auf die Sitze neben uns gestapelt. Lara und ich saßen neben einander & Steffi hinter uns! Bei einer Station kam dann eine Gruppe von Männern rein, es waren drei oder vier! Einer kam zu mir und hat sich neben mich gesetzt, so dass ich für ihn reinrutschen musste OBWOHL der ganze Bus noch so gut wie leer war! Komisch dachte ich mir .. das gleiche ist bei Steffi hinter mir mit einem anderen Typen passiert. Naja, dann sind wir ein bisschen gefahren. Der Typ neben Steffi hat zur lauten Musik getanzt und war mega happy drauf! ;) DANN auf einmal haben die Typen eine riesen Panik verursacht und meinten in voller Hektik wir sollten uns doch bitte anschnallen, da wir gleich an einer Polizeistation vorbei fahren. Da das ganze Gepäck halb auf uns lag konnten wir gar nicht so schnell nach den Anschnallern suchen, so „nett“ wie sie waren, haben sie uns natürlich geholfen und sich halb über uns drüber gelegt. Angesteckt von der Panik haben Lara und ich wie verrückt nach den Anschnallern gesucht und nichts gefunden! Dann hat sich Steffi von hinten bemerkbar gemacht und meinte in voller Gelassenheit nur „Ähm, Fariha? Ich glaube die klauen uns gerade was.“ Der Typ neben Steffi war mit der Hand schon in ihrer Hosentasche & ein anderer hat sich an ihrem Rucksack zu schaffen gemacht. Im gleichen Moment hat der Typ neben mir mit seiner Plastiktüte die Sicht zu uns versperrt und dahinter versucht Laras Kameratasche aufzumachen. Als wir gemerkt haben was los ist, haben wir unsere Sachen fest gehalten und schnell nach geguckt ob irgendwas weg gekommen ist! .. die anderen im Bus haben sich ebenfalls sofort danach erkundigt. Die Typen waren dabei auszusteigen, ein Mann hat sie zur Rede gestellt, wurde aber nur blöd von ihnen angemacht und hat einen Schlag ins Gesicht bekommen, so dass seine Brille runter gefallen ist. So schnell wie die Typen neben uns saßen, so schnell waren sie dann auch schon wieder draußen! :D Oh man, das war ein Schock. Danach haben dann die Leute mit uns noch darüber diskutiert. Blabla.. alle waren ganz schön aufgewühlt. Der eine wollte sogar zur Polizei und uns als Zeugen mitnehmen. Aber das hätte einfach NICHTS gebracht, vor allem da nichts gestohlen wurde! Von dem Schock mussten wir uns erst einmal erholen und haben uns in den Uhuru Park gesetzt und einfach nichts gemacht! ;D Jaja, wir lieben Nairobi! :P 
Mittags haben Steffi & ich uns auf den Weg nach Ruai gemacht, es liegt etwas außerhalb von Nairobi, aufgrund des Traffics brauch man aber länger als es wirklich ist! Zwei bis drei Stunden später waren wir völlig fertig bei der Familie! Am nächsten Morgen war dann also der Sportsday, wir haben damit den Internationalen-Freiwilligendienst-Tag-Dings-Bums gefeiert! Es sollte um 8 Uhr anfangen und da wir drei Stunden brauchen wollten wir früh los! Uns war aber eh bewusst, dass die ganze Veranstaltung nach kenianischer Zeitwahrnehmung ablaufen wird und wir hatten beschlossen um sieben los zu fahren! Naja, der eine Sohn von der Familie ist Co-worker beim ICYE und hat uns begleitet! Er hat erst mal bis sieben geschlafen und im Endeffekt sind wir mega spät los und kamen mega spät an! Ich glaube es war halb 12 :D Weiß es selbst gar nicht mehr. Hier in Kenia gucke ich so selten auf die Uhr, braucht eh keiner .. Wir hatten ebenfalls eine Mannschaft kreiert, haben aber verloren. Viele saßen einfach den ganzen Tag zusammen und haben erzählt! Da das Ganze mit Verspätung angefangen hat, sind wir auch sehr spät fertig geworden. Es war schon dunkel, Matatus waren kaum zu bekommen und wir haben wieder ewig gebraucht. Um 10 Uhr abends waren wir dort und am nächsten Morgen haben Steffi und ich uns auf den Weg wieder nach Nairobi Town begeben, um  uns mit Lara und Silan zu treffen!!!  ..

MOMBASA … Fortsetzung folgt!

Mittwoch, 27. November 2013

NAIROBI - NAKURU - KISII !

Hallo meine lieben Blogleser! ;)

Jetzt werde ich langsam faul im Blogschreiben. Das ist echt anstrengend! :D Seit meinem letzten Eintrag ist jetzt schon eine Weile vergangen. Ich versuche mich so kurz wie möglich zu halten. Meine Einträge sind immer viel zu lang ;) Da ich nun schon mittlerweile länger als drei Monate hier bin, war es auch an der Zeit mein Visum zu verlängern! Deshalb habe ich mir Donnerstag und Freitag frei genommen um nach Nairobi zu fahren. Ich hatte ausgerechnet, dass genau am Donnerstag die 90 Tage um sind und ich somit pünktlich mein Visum verlängern kann! Ich wollte mich in der Stadt mit Steffi treffen, da sie die Prozedur schon hinter sich hatte und mir den Weg zum Immigration Office zeigen wollte. Da sie aber dann bei der Arbeit aufgehalten wurde, bin ich wie immer verwirrt und planlos durch Nairobi gelaufen und nach ein paar Mal hin und her fragen bin ich dann auch dort angekommen. Das Ganze hat dann ungefähr 2-3 Stunden gedauert. Ging relativ schnell! Steffi hatte mich an dem Abend netterweise mit zu ihrer Gastfamilie nach Westlands genommen. Wir haben vorher noch eingekauft, da wir für die Familie Spaghetti mit ‘ner Gemüsepfanne kochen wollten. War unglaublich lecker!!! Wir konnten gar nicht genug bekommen. Steffis Gastschwester hat sich am Tisch nur gefragt wo denn das Fleisch ist und wieso die Deutschen so gerne Gemüse essen! :D haha! Naja, mehr für uns! Dies war auch der letzte Abend für Steffi, denn am nächsten Tag ging ihr Bus in ihre neue Heimat – Migori! Sie hat nun das ICYE Office verlassen und arbeitet ab jetzt im Happy Home Orphanage mit Finn zusammen! ;) Früh morgens habe ich sie mit an den Bus gebracht & mich verabschiedet. Danach bin ich in das Hostel wo ich dann Marina und Sarah getroffen habe! Mit den beiden habe ich dann die gleiche Visumsverlängerungsprozedur nochmal durchgemacht. Das hat dann aber insgesamt 4 Stunden gebraucht! Dort haben wir dann auch andere Freiwillige getroffen, war dann nicht ganz so langweilig! Zwischendurch ging es Sarah so schlecht, dass ich mit ihr ins Krankenhaus bin und wir erst mal wieder eine Menge unbekannter Tabletten bekommen haben! Im Internet gegoogelt haben wir herausgefunden, dass sie in den USA verboten sind. Supi! Den Tag haben wir dann noch so gut es ging in Nairobi genossen. Das heißt dann immer schööön viele leckere Sachen kaufen und vollfressen :D Nach den Wochenenden in Nairobi habe ich immer Bauchschmerzen oder Durchfall! Oh man :D Am Samstag kam dann auch die Lara angereist und wir haben den Tag am Massai Markt verbracht! Ebenso verlief der Sonntag. Marina & Sarah sind dann abgereist und Lara & Ich sind zu ihrer „Tante“ (Verwandtschaft ihrer Gastfamilie) und haben dort übernachtet. Davor waren wir noch ihre Gastmutter im Krankenhaus besuchen, die hat sich sehr gefreut uns zu sehen! Bei ihrer Tante hatten wir ein eigenes Zimmer plus Bad und Dusche! Ebenso ein riesen weiches Kuschelbett! Wir waren einfach nur happy! ;) Da Lara ebenfalls nach Nairobi gekommen ist um ihr Visum zu verlängern, habe ich die Visumsverlängerungsprozedur dann am Montag zum dritten Mal durchgemacht! ;D War ganz cool und Lara war supi dupi schnell. Dann haben wir nur noch paar Sachen erledigt bevor wir dann gemeinsam mit dem Matatu nach Sweet Home Nakuru gefahren sind! ;) Lara war dann also von Montagabend bis nächsten Montagmorgen bei mir! Das waren echt schöne Tage und mal wieder absolut lustig und crazy! ;D Alle die hier sind sagen, Nakuru und die Leute dort sind verrückt! Ob das stimmt? Ich denke ein wenig  schon! (: Lara und ich haben es uns richtig gut gehen lassen. Von Schoko und Vanille Pudding zum Frühstück sowie Knächebrot und Dinkelvollkornbrot aus Deutschland (ein Dank an Steffi und ihre Family) bis hin zu Nudeln und super genialen Tomatengemüsesoße!!! Lara hat mich dann jeden Tag mit zur Arbeit begleitet und geholfen zu streichen. Wir haben eine Palme, Fische und ein Boot gemalt! Am Sonntag war dann DAS Große Cycling Event von Cherish. Es war ein Fahrrad Rennen, wo die Einnahmen alle an Cherish gehen sollten. Alles wurde supi dupi oft geplant und ganz groß angekündigt. Am Tag vorher, Samstag, hatten wir dann ein Meeting wo Lara und ich auch anwesend waren und somit auch der ganze Samstag hin war :D Wir saßen nur rum und haben zugehört. Aber war okay! Sonntag waren Lara und ich natürlich nicht wie abgemacht um sieben da sondern um acht und wir waren wie geahnt einer der ersten! ;D kenyan time - hey! So viel zu tun gab es nicht, aber es war schön! Viele Freiwillige von Projects abroad waren ebenfalls mit dabei. Die Kids haben am Ende dann noch ihre Acrobats Performance vorgeführt. War mal wieder super genial! Wir haben ein bisschen mit geholfen, aber die meiste Zeit haben wir entspannt! ;) Lara hat bei der Registration mitgeholfen, ich war auch mit dabei, aber meine Kategorie war die für über 50 Jährigen. War natürlich klar, dass da keiner kam :D haha! Also hatte ich nichts zu tun! Am Ende haben wir bei den Zieleinfahrten aufgepasst wer welchen Platz belegt .. im Ganzen war es ein schöner Tag! Aber ich denke nicht, dass wir relativ viel eingenommen haben! Die Werbung war zu wenig, viele wussten gar nichts von dem Event. Ein Jahr zu vor war das erste Mal so ein Event! Da hat es anscheinend gut funktioniert! Aber bei diesem Event hatten wir alle das Gefühl, dass es nicht genügend Einnahmen waren.. Am Montag ist Lara dann also wieder abgereist ins kleine Manga in Kisii County! Ich hab dann noch gearbeitet bis zum Mittwoch. Am Donnerstag habe ich mich dann mit Jessica zusammen auf den Weg zu Lara nach Kisii gemacht. Lara hat einige Spenden aus Deutschland angeschafft und somit ein Projekt in ihrer Schule organisiert. Sie will einen Sportplatz bauen, da sie auch in der Schule den Sportunterricht übernimmt. Da das Feld dafür aber an einem Hang liegt, wurde alles umgegraben, damit man dann die Erde so verschiebt, dass das Feld gerade ist und der Ball beim Fußballspielen nicht immer runter rollt.. Lara hat uns Freiwillige also gefragt ob wir vorbei kommen wollen, um zu helfen. Jess & Ich waren natürlich mit dabei! Am Donnerstag angekommen, waren wir die ersten dort. Steffi war schon ein paar Tage vorher bei Lara! Wir haben dann noch auf Finn, Lukas und Konrad aus Migori gewartet. Wir konnten alle in der Schule untergebracht werden, wo normalerweise die Mädchen schlafen. Es war ein kleiner Raum, die Matratzen haben wir auf den Boden gelegt.. war ein bisschen eng und ungemütlich aber was tut man nicht alles ;) Da wir am Donnerstag nur ein bisschen was geschafft hatten, wollten wir Freitag schön früh aufstehen um den ganzen Tag zu nutzen! Ebenfalls war an dem Tag Closing Day in der Schule und die Kinder wurden in die Ferien entlassen. Wir waren als Visitors natürlich mit bei der Assembly dabei. Die haben sich eh alle total gefreut, dass wir dort waren um zu helfen. Tausend Mal haben sich die Leute bedankt, dass wir hier sind! Wir haben an dem Tag also eine lange Schlange gebildet und einfach riesen Erdklumpen den Feld runter transportiert. Nach zwei Stunden waren alle dreckig von oben bis unten und vollkommen fertig! ;D In dem Moment ist uns dann allen klar geworden, dass die ganze Arbeit keinen Sinn macht. Da die Erde viel zu hart ist und man das alleine mit Menschenhand niemals in absehbarer Zeit hinbekommen kann! Da muss nochmal ein Trecker ran! Nach langem Hin und Her hat Lara dann mit den Lehrern abgemacht, dass das Feld nun erst Mal so bleibt und man abwartet bis das Gras und alles verrottet und somit nach einiger Zeit lockerer wird. Dann kommt nochmal ein Trecker und geht durch das ganze Feld um alles richtig schön zu lockern! Dann wird es einfacher sein, die Erde von der einen Seite auf die andere Seite zu transportieren! War eigentlich ganz lustig im Endeffekt, da wir dann alle umsonst da waren. Es war aber ein wunderschönes Wochenende, da wir nun ab dem Zeitpunkt einfach die Zeit zusammen genossen haben .. wir sind alle bis Sonntag geblieben! Jeden Abend kam für uns der Watchman und  hat auf uns aufgepasst ..nicht! :D Er hat gesungen bis er selbst irgendwann eingepennt ist! Jeden Abend haben wir draußen in der Küche gekocht. Die Jungs haben Feuerholz gehackt und die Mädels haben das Essen zubereitet. Ich habe noch nie so gut gegessen wie an den Tagen. Kann auch daran liegen, dass das Kochen so ewig gebraucht hat und man nach harter Arbeit und seinem eigenen Essen so happy ist und alles danach einfach wunderbar schmeckt! Wir mussten mehrmals damit kämpfen das Feuer am Laufen zu halten, denn der Rauch hat uns alle öfters zum Weinen gebracht. Wir hatten die Tage lecker Reis&Bohnen, Nudeln&Tomatensoße, Stockbrot&Avokadocreme mit Rührei! Jeden Morgen kam der Milchmann und hat uns Milch gebracht, sodass wir jeden Morgen Chai kochen konnten und dazu lecker Toast mit Blue Band (Margarine) gegessen haben ;) haha! War schon cool dort in der Schule zu leben! Manchmal sind wir dann auch in die kleine Manga Town und haben uns dort Mandazi mit Chai gegönnt. Lara ist dort im Dorf die einzige Weiße weit und breit und dass sie nun mit sechs anderen Wazungus rumläuft hat natürlich jeden erstaunt. Die Leute sind Weiße nicht so gewöhnt und starren einen einfach nur an. Man hat richtig gemerkt wenn wir die Straße langelaufen sind, da einfach alle sich plötzlich umgedreht haben um uns zu beobachten. Mir war das manchmal echt unangenehm, wenn man der Mittelpunkt von allem ist und einfach alle dich anstarren! Manche Kinder kamen und wollten uns allen die Hand geben, manche sind wegerannt wenn wir auf sie zugekommen sind. In der Schule beim Kochen hatten wir auch immer eine Gruppe Kinder als Publikum, die sich einfach in gewisser Entfernung hingesetzt haben und uns bei dem was wir gerade machen beobachtet haben. Wie im Zoo! :D Aber gut! Obwohl wir alle wegen etwas anderem gekommen sind, war es trotzdem ein schönes Wochenende! Am Samstag haben wir dann noch Laras Familie besucht, die sich sehr gefreut hat, als das ganze Wohnzimmer voller weißer junger Leute war! An dem Tag sind dann auch Marina und Sarah verspätet angekommen, sie hatten noch einen Krankenhausaufenthalt hinter sich! Wir sind dann Sonntag abgereist. Marina, Sarah und Steffi sind dort geblieben.. Jessica und ich haben uns dann morgens mit dem Piki Piki auf den Weg nach Nyanziongo gemacht, wo die Straße langführt und die Matatus halten. Wir haben uns dort dann auf den Rasen am Straßenrand gesetzt, um auf das Matatu nach Nakuru zu warten. Ein netter Conductor hat sich natürlich um uns gekümmert und wollte uns das Matatu klarmachen. Während wir gewartet haben hat uns permanent eine alte Frau belästigt, die Geld von uns haben wollte. Kamen dann andere Leute uns zur Hilfe, hat sie einen Stein in die Hand genommen und versucht diejenigen zu schlagen, dabei hat sie wirres Zeug geredet. Vor der hatten wir echt Angst! Die war seeeehr seltsam! Vielleicht war sie eine Hexe. In den Dörfern glaubt man sehr stark an Zauberei! .. Dann haben wir noch einen netten alten Mann kennengelernt, der ein bisschen Deutsch konnte und auch schon in Amerika unterwegs war! Der war cool und hat uns natürlich mal wieder herzlich in Kenia willkommen geheißen! Die Matatufahrt war mega anstrengend. In den normalerweise 14 Sitzer saßen wir dann mit 23 Leuten drin! Ich glaube sogar das da noch was ging! Halb auf meinem Schoß saß ein Mann und Jessica hing halb aus dem Fenster :D Naja, wir waren froh, als wir 4 ½ Stunden später in Nakuru angekommen sind! Da mir meine Gastmutter an dem Morgen ganz plötzlich geschrieben hat, dass keiner zu Hause ist, bin ich mit zu Jess nach Hause! Meine Mutter meinte ich solle noch eine Nacht länger bleiben, aber wir mussten ja Montag zu Arbeit. Ich war froh, dass Jessica mich aufgenommen hat!.. sie lebt noch besser als ich! Viele Freiwillige von ICYE die bei mir sind, sagen ich habe Luxus(=Toilette,fließend Wasser,Strom und Kühlschrank!) Aber sie hat im Gegensatz zu mir noch mehr! Das Haus ist viel größer, sie hat ein eigenes großes Zimmer mit Schrank(!) und Spiegel! Sie bekommt auch viel Essen und hat sauberes Wasser. Ich lebe momentan von fast gar keinem Wasser, da ich dem Wasser hier zu Hause nicht mehr traue und mir ständig was kaufen habe ich auch keine Lust! Morgens hatten wir dann also bei ihr ein mega Frühstück: Samosa, Würstchen, Bananen, Mango, Orangen und natürlich guten Chai! Ich bekomme vielleicht mal Toast, wenn überhaupt, sonst gar nichts! :D Ich habe es also sehr genossen, dort eine Nacht zu schlafen! Nun hat bei uns die letzte Schulwoche angefangen, viele Schulen haben schon seit zwei Wochen geschlossen. Da wir aber unsere Kinder von der Straßen fern halten wollen, lassen wir sie so lange in der Schule wie es geht. Jessica und Ich haben uns vorgenommen das Streichprojekt in dieser letzten Woche zum Ende zu bringen. Wir sind auch schon fertig und verbrauchen nur noch die letzten Farben. Nach den Ferien überlegen wir nochmal neue Farbe zu kaufen und eventuell die Handabdrücke der Kinder zu machen, aber mal abwarten.. Da es die letzte Woche ist und die Examen ebenfalls schon abgeschlossen sind, gibt es nicht viel zu tun! Alle Kinder sitzen gelangweilt in den Klassen und die Lehrer chillen auch nur irgendwo. Also es ist eine ganz angenehme Atmosphäre, alle sind gut gelaunt und in Ferienstimmung, yeah! Einmal saß ich den ganzen Tag mit Hanna (kenianische Freiwillige), Viktor (Kenianischer Freiwilliger), Sammy (Akrobatiklehrer) und Moses der auch mal als Freiwilliger hier unterrichtet hat, in einem Klassenraum und haben erzählt bzw. uns gegenseitig Deutsch und Kiswahili beigebracht! Das war echt lustig, denn alle hatten irgendwie nichts zu tun und den ganzen Tag war irgendwie eine Dauer-Break! :D War auch mal ganz angenehm! Morgen ist Donnerstag und Marina, Sarah, Lara & Steffi die noch in Kisii waren kommen nach Nakuru und besuchen mich. Sie kommen dann am Freitag mit mir ins Projekt und Samstag hat Marina Geburtstag und wir wollen ein wenig was unternehmen (Hells Gate, Menengai Crater usw.) Mal sehen was wir davon realisieren können! Die erste Nacht kann ich alle vier bei mir unterbringen, meine Gasteltern waren erst nicht so begeistert, aber ich habe sie überredet. Denn momentan ist mein Gastbruder in Eldoret bei der Familie und Jane das Hausmädchen bzw. meine Twinsister ist gegangen und kommt auch nicht mehr wieder  ): Ich versuche aber den Kontakt zu ihr zu halten und besuche sie bald mal.. vielleicht kann ich dann mehr mit ihr unternehmen, denn als Hausmädchen musste sie immer zu Hause sein! Das war blöd! Jetzt am Freitag kommt dann das alte Hausmädchen wieder, welches ich ganz am Anfang kennengelernt hatte! Sie war damals aber nur zwei Tage da und deswegen kenne ich sie nicht so! Jane kam ja nach mir und wir haben uns sofort gut verstanden es war echt immer cool mit ihr! Sie war wie eine Schwester .. Gestern hat Jessica mein Fahrrad ausgeliehen und fährt nun jeden Morgen mit dem Fahrrad zur Arbeit. Sie wohnt in der Stadt und braucht nur 10 Minuten. Ich hatte mich bis jetzt nie alleine getraut aufs Fahrrad zu steigen und los zu düsen. Ich muss einen Highway überqueren und irgendwo einen Shortcut nehmen um zum Projekt zu kommen. Alleine hatte ich immer Angst bei dem Verkehr. Jetzt finde ich es ein bisschen Schade, dass ich es nie benutzt habe! Vor allem steht mein Name schon auf dem Fahrrad, dank Kathi! Voll süß! ;) Eventuell kann sich Jessica ja ihr eigenes Fahrrad kaufen und dann könnte ich wenigstens mit ihr zusammen fahren! Aber naja, jetzt hat sie das Fahrrad, wer weiß wann sie es wieder hergibt! :D Aber ich brauche es in den Ferien sowieso nicht.. Auf jeden Fall kommen die Mädels erst mal nach Nakuru. Wir haben geplant die ganzen Ferien unterwegs zu sein. Ich werde dann also auch demnächst meinen Rucksack packen und bis Weihnachten rumreisen. Weihnachten werde ich mit meiner Familie nach Eldoret gehen! Danach werde ich wahrscheinlich wieder reisen über Silvester bis zum 7 Januar, dann fängt die Schule wieder an! Das einzige was geplant ist, ist Mombasa .. und Nairobi, denn wir haben einen Sportsday vom ICYE in dem Projekt von Silan! Wir werden Fußball spielen, yippie! Mal sehen wann ich mich dann wieder melde, wenn ich jetzt erst mal so lange unterwegs bin. Auf jeden Fall nächstes Jahr dann! Vielleicht schaffe ich es aber auch nochmal vor Silvester! ;)   Allerliebste Grüße aus Nakuru! Eure Fariha!

Dienstag, 5. November 2013

streichen, streichen, streichen ..



Hallöchen! 

Bald drei Monate geknackt & mir geht es wunderbar hier.. =)
So langsam merke ich, wie schwierig es wird Blogeintrage zu schreiben. Nach einiger Zeit wird für einen alles normal & man findet es nicht mehr erwähnenswert, was natürlich für euch trotzdem interessant sein könnte.. auf der anderen Seite passiert jeden Tag so vieles, dass man sich gar nicht mehr an alles erinnern kann, was wann war! Ich versuche einfach ein bisschen zu berichten, was die letzten zwei Wochen so bei mir passiert ist .. 

Also der Reihe nach! Dieser Eintrag wird wie gewöhnt etwas länger und natürlich ohne Struktur! :D 

Als ich Dienstag Steffi zum Shuttle gebracht habe, musste sie noch lange warten bis es voll war & es somit losgehen kann. Ich bin in der zwischen Zeit mal nach Internet Bundles auf der Suche gewesen und bin immer wieder zu ihr zurück und hab noch ein bisschen mit ihr am Fenster gequatscht, da es immer noch nicht voll war. Da haben wir dann auch Eric getroffen, er wohnt ebenfalls in East More und ist so gut wie mein Nachbar, er wohnt gegenüber meiner Straße! Deshalb trifft man sich öfters und durch Jane lerne ich immer mehr Leute hier kennen. Er war gerade mit seiner Schwester und seinem Neffen unterwegs. Steffi habe ich dann verabschiedet & er hat mir dann gezeigt, wo ich meine Internet Bundles bekommen kann. Das war auch schon höchste Zeit, so ganz ohne Internet geht natürlich nicht :D Ich habe dann nach langem „Gelabere“ vom Verkäufer meine Bundles bekommen (ich weiß auch nicht was der wollte, der hat mir tausend Sachen gezeigt, was ich mit dem Internet Geld machen kann und das ich es auch an meine Freunde schicken kann. Aber ich mein, nö? Ich brauch das schon selbst :D) 

Erics Schwester wohnt in Naivasha, ungefähr 1 ½ Stunden von Nakuru entfernt, sie war hier zu Besuch und wollte nun mit ihrem Sohn wieder zurück. Vorher wollten sie auf dem großen Markt hier  noch Obst & Gemüse kaufen. Ich bin dann also mit Eric zum Markt, damit er ihr beim Tragen helfen kann. Das war echt cool. Der Markt war riesig und es gab echt alles! Vor allem war es einfach total billig. Noch billiger als in den Shops hier in meiner Straße! Eine Ecke war nur mit Bananen ausgestattet, das sah so cool aus dort. Es war überdacht und es gab nur eine kleine enge Gasse rechts und links saßen die Mamas mit ihren Bananen! Da nicht so richtig Licht durchs Dach kam, habe ich mich wie in einer riesen Bananen Höhle gefühlt. Zwischen durch gab es dann immer Rufe von hinten und man musste an die Seite springen, da Männer mit riesen Bananenstauden auf dem Rücken durch die engen Gassen gerannt sind! War ganz schön hektisch dort.. naja, eine Banane hab ich dann auch natürlich gleich bekommen, ich musste gleich wieder an meine Parasiten denken, aber hey. :D Die Früchte schmecken hier einfach soooo viel besser! Nachdem wir die Schwester und ihren Sohn zum Matatu Richtung Naivasha gebracht haben, sind Eric & Ich ins andere Matatu Richtung East More, nach Hause! 

Als ich ihm dann von meiner Arbeit hier erzählt habe & darüber, dass wir Freiwilligen momentan die Schule streichen, hat er vorgeschlagen die Weltkarte zu zeichnen. Wir hatten nämlich an einer großen Wand vor eine Weltkarte zu malen, jedoch hat es keiner hinbekommen. War einfach zu schwierig, die Größen und auch alles korrekt zu zeichnen. Der eine Lehrer, Viktor, meinte ebenfalls er könnte es! Dann noch ein Freund von Jessica..er hat sich ebenfalls zur Verfügung gestellt, die Karte zu malen. :D Auf einmal waren alle die totalen Künstler! Ich habe ihm dann also gesagt, er soll es mir erst mal auf ein Papier zeichnen und mir geben, damit ich dann mit Jess entscheiden kann! ;)
Viktor, der Lehrer von Class 1, hatte es aber eilig und meinte zu mir, er will es versuchen und morgen könnten wir mit streichen beginnen! :D Naja, am nächsten Tag, hab ich dann die Karte gesehen & dachte mir schon, dass es so aussehen würde.. die Karte war viel zu groß und ging bis in unsere Wellen. Wir hatten nämlich blaue Wellen am unteren Teil der Wand gemalt, damit man den Dreck nicht so auf der weißen Wand sieht. Wir wollten die Karte aber auf dem weißen Teil und somit über den Wellen. Ebenfalls haben ein paar Länder gefehlt und ein Teil war auf dem Fenster. Es war ja super nett von ihm, aber als Jessica ihn dann in der Pause mit Pinsel und schwarzer Farbe in der Hand gesehen hat, ist sie fast ausgeflippt :D Sie meinte: „Stoooooooooop, Viktor! What are you doing?“ .. Ich musste nur lachen! :D Der arme Kerl! Sie hat ihm dann klar gemacht, dass wir die Karte so nicht gut finden und er nicht einfach an unsere Farbe gehen kann, da wir sie selbst gekauft haben! Er hat mir dann schon ein bisschen leidgetan, er war glaube ich auch ein bisschen geknickt danach..
Auf jeden Fall hatte ich dann am nächsten Tag die Bilder von Eric mit dabei und sie sahen echt richtig gut aus! Deshalb habe ich Jane gefragt, ob es okay wäre, wenn er vorbei kommt und sein Glück versucht! Am nächsten Tag bin ich dann also mit Eric gemeinsam zur Arbeit gefahren. Dort haben wir erst mal die andere Karte weg gemacht.. danach ging es dann los. Mit Nord Amerika haben wir angefangen, stolz wie Jess ist, musste Amerika natürlich perfekt sein! :D Wir haben dann also fast den ganzen Tag nur für Nord und Süd Amerika gebraucht. Ich glaube das hat Eric ein bisschen genervt, da er immer wieder Nord Amerika korrigieren musste :D Aber am Ende waren alle glücklich, vor allem Jess! ;)Wir hatten es also nicht geschafft die Weltkarte an einem Tag zu zeichnen. Wir haben es natürlich erst mal mit Kreide an die Wand gemalt, mit Schwarz wollten wir dann die Umrandungen später machen. Da Nick früher gegangen ist, musste ich von zwei bis drei, seine Klasse übernehmen und unterrichten. Class 1 ist tausend Mal besser als die Baby Class ;) Ich habe dann unterrichtet und Eric hat sich an Europa und Afrika gemacht! Dann hat es plötzlich heftig angefangen zu regnen, ich hatte erst Angst, dass die ganze Kreide durch den Regen weg geht und somit auch die Weltkarte! .. aber es ging alles noch gut. Da es so stark geregnet hat, hat Eric mir dann geholfen die Klasse zu unterrichten. War gar nicht schlecht, denn wenn die Kinder mich nicht verstehen, konnte er einfach übersetzen und wenn sie mich mal wieder auf Kiswahili voll quatschen, konnte ich ihn einfach fragen. An dem Tag wurden irgendwelche Visitors erwartet, wir mussten dann also noch den Klassenraum aufräumen. Um 15 Uhr kann ich normalerweise gehen, durch den Regen sind wir dann aber noch geblieben.  Wir saßen dann mit allen Schülern in einem Klassenraum und haben gewartet, dass der Regen aufhört und die Visitors endlich kommen :D Eric meinte immer wieder die Kinder haben zu wenig Disziplin und wären viel zu laut, sie würden auf der späteren, nachfolgenden Schule Probleme haben... Die älteren Schüler haben versucht die Kinder im Zaum zu halten. Der sogenannte Headboy ist derjenige, der das Sagen unter den Schülern hat und sie auch schlägt! Er ist dann immer mit seinem Flip Flop in der Hand durch die Reihen und hat die Kinder angemacht & zurecht geschlagen.. natürlich waren sie immer noch nicht leiser. Ich fand das nicht schlimm und saß nur auf meinem Stuhl und dachte mir so, wie sehr ich den Regen doch hier hasse. :D Im Kopf habe ich mir schon die Schlange in der Stadt an den Matatus Richtung East More ausgemalt.. Eric fand die Kinder immer noch zu laut und dann hat er versucht mit ihnen ein Lied zu singen und danach hat er irgendwelche Rätsel mit ihnen gemacht, ich hab aber natürlich kein Wort verstanden :D Auf jeden Fall waren die Kinder begeistert und somit beschäftigt und aufmerksam! Dann meinte ich zu den Kindern sie sollen ihm ihren Rap zeigen. Zwei aus Class 2 und 3 (meine Klasse!) :D haben dann den Rap vorgeführt! Die haben es echt drauf! Dann kam der Direktor endlich mit den erwarteten Visitors. Eric und ich haben beschlossen die kurze Regenpause zu nutzen und uns ein Matatu zu suchen. An dem Tag bin ich nicht wie gewohnt um 15 Uhr nach Hause sondern um 17.30 Uhr !!!!!! :D Um halb sieben war ich dann zu Hause! In der Stadt war die Schlange nicht gaaaanz so lang! Also noch okay gewesen!

links: Jess bei der ABC Wand / in der Mitte: der Hund Scooby / rechts: Eric bei der Weltkarte!
Am nächsten Tag ist Eric dann wieder mitgekommen, da ja Asien und Australien noch nicht fertig waren. An dem Tag sind wir besser vorangekommen und konnten schon mit der schwarzen Umrandung anfangen. Es sieht echt richtig gut aus. Ich hätte nie gedacht, dass wir die Karte wirklich noch hinbekommen.. Die Schule sieht so viel besser aus, als davor! Bald sind wir fertig! Aber es ist echt harte Arbeit. Vor allem knallt die Sonne jeden Morgen so auf die weißen Wände, dass es echt schwierig ist länger als 10 Minuten zu malen und auf die weiße Wand zu gucken.. deswegen machen Jess&Ich immer öfters kleine Pausen, da einem die Sonne echt Kopfschmerzen verursacht! Jane, die Headteacher, kann es aber gar nicht schnell genug gehen! Sie will immer, dass wir schon das nächste machen, falls dann mal wieder Visitors kommen, soll ja alles wunderbar aussehen! Da sind Jess&ich manchmal etwas genervt, da keiner so wirklich unsere Arbeit würdigt und nur noch sagt, was besser sein könnte oder was als nächstes gestreicht werden soll.. Einmal haben wir angefangen die Klassen auf die Türe zu streichen, wir haben mit Schwarz angefangen, als ich dann bei der dritten Tür angekommen war, meinte Jane, ihr gefällt schwarz nicht und ich soll doch bitte alles nochmal mit weiß übermalen. Danach war ich schon ein bisschen sauer, hätte sie ruhig mal früher sagen können. Am nächsten Tag meinte sie dann, wir sollten doch die Klassen über der Tür schreiben, da die Türen ja eh immer offen sind, aber dann mit schwarz.. genau das hatten wir am Anfang vor gehabt & ihr auch gesagt! :D aber gut, hier lernt man einfach seinen Mund zu halten und nur zu „machen“! :D Immer schon „calm“ bleiben, wir sollen uns ja „free feelen“! :D Hakuna Matata!
Am Freitag haben Eric und ich dann nur die Umrandungen von Nord und Süd Amerika geschafft, den Rest müssen Jess und ich dann wohl die nächste Woche machen! ;) Aber es sieht echt mega aus! An diesem Tag sind wir dann noch bis 16 Uhr geblieben, die Kinder haben dann noch die Klassenräume geputzt, da am nächsten Tag mal wieder Visitors erwartet wurden! :D Bevor wir gehen wollten, kniete ein Kind auf dem Boden und hat auf die Schläge gewartet.. alle anderen Kindern standen drum herum. Mal wieder eine Bestrafung, für was auch immer, ich wollte mir das nicht länger angucken und wir sind gegangen. 

In der Stadt sind wir dann nochmal zu dem Market und zwar direkt zur Bananen Höhle :D Ich habe dort vor gehabt 10 Bananen zu kaufen, eine für je 5 bob! Also insgesamt 50 bob für 10 Bananen (rund 40 cent). Ich stand nur daneben, Eric hat mit der „Mama“ verhandelt! Auf jeden Fall war sie irgendwie verwirrt, erst hat sie mir aus Nettigkeit eine Banane geschenkt, da sie sich so auf einen Mzungu als Kunden gefreut hat! Dann hat sie aber sieben Bananen mehr eingepackt, als wir kaufen wollten. Das ist uns dann später aufgefallen. Ich hatte dann also 17 Bananen für 40 cent plus eine gratis :D Guter Deal! Naja, Die Arme Frau! Nächstes Mal gehe ich da nochmal hin und dann verwirre ich sie nicht! :D Zwei Ananas habe ich auch gekauft. Die schmecken hier so was von unglaublich gut! Das ist echt der Wahnsinn! Ich könnte noch weiter schwärmen … :P

Am Samstag war ich (gestern) mit Dan, meinem Nachbarn am Lake View. Das heißt wir sind zum Haupttor des National Parks gegangen. Davor waren viele Leute die einfach im Gras gelegen haben. Wir haben dann dort Büffel und viele Affen gesehen und den Lake. Aber keinen Elefanten, schade.. wir haben uns ebenfalls einfach dort ins Gras gesetzt. Auf der Suche nach einem schattigen Plätzchen sind wir in einen Ameisenhaufen gelaufen.. es waren so ekelhafte riesen Viecher! Irgendwie waren sie alle nur an mir. Sie sind in meine Hose hochgelaufen und ich habe dann wie wild auf meine Beine geschlagen, in meinem Schuh waren sie auch. Sie haben mich gebissen und überall hatte ich dann kleine Blutstiche.. aber na gut. Danach haben wir dann ein schattiges Plätzchen ohne Ameisen
 entdeckt! .. Dafür aber mit Affengesellschaft :D Ich hatte Bananen mit, die letzte wurde uns dann von hinten einfach weggeklaut. Ein Affe mit einem kleinen Babyaffen auf dem Rücken hatte sich angeschlichen und dann die Banane vor unseren Augen geschält und gegessen! Das war vielleicht cool. Aber so ein bisschen Angst hatte ich schon vor denen, man weiß ja nie! Wenn die mal aggressiv werden. Ich konnte dann noch schön Fotos machen :D Danach sind wir gegangen, nachdem wir noch einen Mangosaft in einem Cafe getrunken haben, sind wir mit einem Piki Piki in die Stadt gefahren! Dort haben wir eine Freundin von Dan getroffen. Sie musste ein paar Sachen erledigen und wir haben sie dabei begleitet! Ebenfalls in den Salon! Oh.. da dachte ich mir so, ne. Das dauert doch jetzt Stunden, wer weiß was die sich machen lassen will. Ging aber war nur zwei Stunden glaube ich. Dan und ich sind zwischen durch mal was essen gegangen. Ich hatte an dem Tag nur Bananen gehabt & war dementsprechend hungrig! Ich bin dann erst spät nach Hause gekommen, als es schon dunkel war! Wir hatten mal wieder Stromausfall! Ist aber ganz gemütlich so mit Kerzen!

Am Montag bin ich dann zur Arbeit und ich habe die Weltkarte weiter gemalt. Jess hat die ABC Wand weiter gestaltet. So langsam nimmt alles Gestalt an, aber wir sind noch lange nicht fertig! Wir wollen an eine Wand noch Zahlen machen und dann noch die Handabdrücke von den Kindern! An dem Tag kam dann irgendwann plötzlich Eric zur Tür herein. Er hatte eine riesen Tüte voller Klamotten mit, seiner Schwester hat sie ihm gegeben für die Kids. Jane hat sich vielleicht gefreut, die war total aus dem Häuschen! ;) Ebenfalls will die Schwester mal vorbei kommen, da sie Kiswahili Lehrerin ist und somit die Kinder eines Tages unterrichten will! So langsam mache ich echt Werbung hier für Cherish! :D Ich hoffe die Kinder gebrauchen auch die Klamotten, denn als Jess welche verteilt hatte, meinte sie dann zu mir, sie hat bis heute nie wieder einige der Klamotten wieder gesehen. Kann sein, dass die Eltern die Klamotten weiter verkaufen. Das wäre natürlich echt schade, ich hoffe dieses Mal ist es anders! Manche Kinder haben neue Klamotten echt bitter nötig!.. 

Also ansonsten geht es mir hier echt super! Manchmal habe ich schon Angst, dass alles hier verlassen zu müssen. Das wird bestimmt schwer! Nächste Woche Donnerstag sind dann die 90 Tage um und ich somit schon 3 Monate in Kenia. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Ich muss also am Donnerstag nach Nairobi und mein Visum verlängern lassen. Ich bleibe dann eine Nacht bei Steffi und dann noch das ganze Wochenende, um mich mit den anderen zu treffen! ;) Da freue ich mich schon drauf! Wuhu! 

Allerliebste Grüße aus dem regnerischem Nakuru!
Eure Fariha!